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Informationsdienst für unsere Mitglieder
Rundschreiben 01/2024

  

Inhalt

  1. Neu-Ulmer Energietag 25.1.2024: Chance auf aktuelle Informationen und Erfahrungsaustausch bei kurzfristiger Anmeldung noch möglich
  2. Energiemittelstand unterstützt Forderungen aus Agrar- und Logistikbereich
  3. Pressemitteilung en2x: WÄRMEWENDE BIETET VIELE OPTIONEN FÜR FLÜSSIGE ENERGIE - Neues Heizungsgesetz gilt ab 1. Januar
  4. Pflichtinformationen auf Rechnungen für Brennstofflieferungen gemäß CO2KostAufG / Preisänderung für CO2-Zertifikate ist seit 1.1.2024 zu berücksichtigen
  5. Terminvorschau
  

1. Neu-Ulmer Energietag 25.1.2024: Chance auf aktuelle Informationen und Erfahrungsaustausch bei kurzfristiger Anmeldung noch möglich

Der diesjährige Neu-Ulmer Energietag rückt näher. Für kurzfristig Entschlossene besteht noch die Möglichkeit, sich anzumelden und sich über aktuelle Entwicklungen auf den Energiemärkten umfangreich aus erster Hand zu informieren. Ein Schwerpunkt bildet dabei die Frage, welche Auswirkungen das seit dem 1. Januar in Kraft getretene Gebäudeenergie-Gesetz auf unsere Branche haben könnte und wie es um den Markthochlauf synthetischer Brenn- und Kraftstoffe steht.

Nachfolgend eine Auswahl der Themen:

  • Die zentrale Bedeutung der Versorgungssicherheit im Rahmen der zukünftigen Energiepolitik (Dr. Frank Umbach)
  • Die Bedeutung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und des Wärmeplanungsgesetzes (WPG) für die dezentrale Wärmeversorgung (Prof. Dr. Bert Oschatz)
  • Herausforderungen für das Heizungsbauhandwerk im Rahmen des novellierten Gebäudeenergiegesetzes (GEG) (Jörg Schütz, FVSHK Bayern)
  • Der mögliche Beitrag des Energieträgers Holz zur zukünftigen Energieversorgung (Andreas Lücke)
  • Analyse des globalen Ölmarktes unter besonderer Berücksichtigung der aktuellen und zukünftigen Rohölversorgung sowie der Nachfrageentwicklung (Carsten Fritsch)
  • Regulative Voraussetzungen für den Markthochlauf synthetischer flüssiger Brenn- und Kraftstoffe (Dirk Arne Kuhrt)

Die Veranstaltung wird moderiert durch die bekannte TV-Wettermoderatorin Claudia Kleinert. Die ausführlichen Informationen zur Tagung sowie das Anmeldeformular finden Sie u.a. auf unserer VEH-Homepage unter https://www.veh-ev.de/mitglied... im Mitgliederbereich.

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2. Energiemittelstand unterstützt Forderungen aus Agrar- und Logistikbereich

Vertreter der Landwirtschaft und des Transportwesens haben zu Beginn dieser Woche im Rahmen einer gemeinsamen Protestaktion eine bundesweite Aktionswoche gestartet. UNITI unterstützt inhaltliche Forderungen der Initiatoren etwa nach einer Förderung der Umstellung auf erneuerbare Kraftstoffe sowie gegen eine Erhöhung der LKW-Maut.

Landwirtschaftliche Betriebe und Unternehmen des Transportgewerbes sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und Garant der Versorgung von Unternehmen sowie Verbrauchern mit essentiellen Gütern. So werden 72 Prozent der Güterverkehrsleistung hierzulande mit Lastkraftwagen erbracht. Betriebe der Landwirtschaft und des Transportgewerbes zählen zu den größten Abnehmern von Produkten, wie etwa Kraftstoffen, der mittelständischen Energieunternehmen, welche durch UNITI vertreten werden. UNITI-Hauptgeschäftsführer Elmar Kühn: „Wir erklären uns solidarisch mit den von uns geschätzten Kunden und Partnern aus dem Agrarbereich und der Logistik. Die finanziellen Mehrbelastungen, die ihnen die Bundesregierung auferlegt, sind unangemessen und für die häufig familiengeführten kleinen und mittelständischen Betriebe existenzbedrohend.“ Konkret unterstützt UNITI die Forderungen von Verbänden aus beiden Branchen nach einer Förderung der Umstellung auf erneuerbare Kraftstoffe und einer Besserstellung u.a. regenerativer Dieselkraftstoffe wie HVO100 bei der Energiesteuer. Denn bei einer energiesteuerrechtlichen Berücksichtigung würde der derzeitige Preisunterschied zwischen regenerativen und fossilen Kraftstoffen deutlich abschmelzen, was den Markthochlauf der klimaschonenden Kraftstoffe weiter voranbringen würde.

Der Klimaschutzbeitrag erneuerbare Kraftstoffe ist vor allem in der Landwirtschaft und im Transportgewerbe unverzichtbar, da ein All-Electric-Ansatz, wie er vom europäischen und vom deutschen Gesetzgeber regulativ teils massiv erzwungen wird, hier als technisch und wirtschaftlich ausgeschlossen gilt. „Angesichts dessen ist sehr zu begrüßen, dass die Bauern und das Transportgewerbe die notwendigen Rahmenbedingungen für die Umstellung auf klimafreundliche Kraftstoffe einfordern. Nur so lassen sich CO2-Emissionseinsparungen auch im landwirtschaftlichen Verkehr und im Transportgewerbe erreichen. Die Anerkennung der Klimaschutzwirkung erneuerbarer Kraftstoffe durch eine Besserstellung bei der Energiebesteuerung ist dafür ein wichtiges Instrument“, so Elmar Kühn von UNITI.

Höhere LKW-Maut mindert Wettbewerbsfähigkeit und sorgt für Mehrbelastung der Verbraucher 

Von Kostensteigerungen infolge der jüngsten Erhöhung der LKW-Maut durch den Aufschlag auf CO2-Emissionen genutzter Kraftstoffe sind die Unternehmen des mittelständischen Energiehandels mit ihren Fahrzeugflotten ebenso direkt betroffen. UNITI teilt daher die entsprechende Kritik daran, die insbesondere seitens des Transportgewerbes im Rahmen der Protestaktion vorgebracht wird. Die Unternehmen können dem CO2-Aufschlag nicht ausweichen, da klimafreundliche Alternativen wie erneuerbare Kraftstoffe weiterhin von Teilen der Bundesregierung stark ausgebremst werden. Elmar Kühn von UNITI: „Die CO2-Komponente in der Maut kann somit keine Steuerungswirkung für mehr Klimaschutz entfalten, sondern dient lediglich dazu, Löcher im Bundeshaushalt zu stopfen.“ Die höheren Kosten schaden aber der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen, und – da wo sie weitergegeben werden können – kommt es zu Mehrbelastungen unter anderem der Verbraucher, was wiederum die Inflation anheizt. UNITI-Hauptgeschäftsführer Elmar Kühn äußert auch Unverständnis darüber, dass durch Bemautung des LKW-Verkehrs generierte Einnahmen künftig zweckgebunden nur zur Hälfte für die Verbesserung der Straßeninfrastruktur verwendet werden sollen: „Der Wirtschaftsstandort Deutschland benötigt funktionierende Straßen, Brücken und Parkplätze, daher unterstützen wir Forderungen des Transportgewerbes nach mehr diesbezüglichen Investitionen.

(Quelle: UNITI-PM 08.01.2024)

In diesem Zusammenhang:

Die große Aufmerksamkeit, die diese Themen angesichts der Protestaktionen in der Öffentlichkeit und in den Medien genießen, sollten wir gemeinsam nutzen, um die damit verbundenen Anliegen unserer Branche deutlich vernehmbar zu artikulieren. UNITI schreibt in diesem Zusammenhang relevante politische Entscheidungsträger auf Bundesebene an, um unter anderem auf den Klimaschutzbeitrag erneuerbarer Kraftstoffe sowie auf die Mehrbelastungen von Unternehmen und Verbrauchern infolge der Erhöhung der LKW-Maut hinzuweisen und ein Umsteuern zu fordern.

Um Ihr Engagement in der Sache vor Ort zu unterstützen, haben wir eine Fassung unserer Pressemitteilung erstellt, die sie auf Ihr Unternehmen anpassen können, um Ihre lokalen und regionalen Medien zu informieren. Des Weiteren bildet die direkte Ansprache durch Unternehmen z.B. der Bundestagsabgeordneten in den Wahlkreisen erfahrungsgemäß ein wirksames Instrument, um die Politik für Anliegen weiter zu sensibilisieren. Textmuster für die Pressemitteilung sowie für ein Politikeranschreiben stellen wir Ihnen auf Wunsch gerne zur Verfügung. Natürlich können Sie die vorgeschlagenen Mustertexte auch inhaltlich nach Ihren Wünschen anpassen. Sollten Sie den Abgeordneten bzw. die Abgeordnete Ihres Bundestagswahlkreises nicht kennen, so werden Sie auf dieser Website https://www.bundestag.de/parla... fündig. Wir sind Ihnen auch gerne hier behilflich, den oder die passenden Ansprechpartner zu identifizieren.

Bitte informieren Sie uns über Reaktionen von Seiten der Bundespolitik auf Ihre Schreiben. Vielen Dank.

Wir freuen uns, wenn Sie uns dabei unterstützen, ein starkes Signal des Mittelstands an die Politik zu senden!

(Quelle: UNITI-RS WM-RS 04-24 TS-RS 04-24 SSt-RS 04-24)

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3. Pressemitteilung en2x: WÄRMEWENDE BIETET VIELE OPTIONEN FÜR FLÜSSIGE ENERGIE - Neues Heizungsgesetz gilt ab 1. Januar

Am 1. Januar 2024 trat das neue, auch als Heizungsgesetz bekannt gewordene, Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Kraft. Es soll den Anteil erneuerbarer Energien bei der Wärmeversorgung steigern. Für die Modernisierung von Öl- und Flüssiggasheizungen sieht das Gesetz dabei Übergangslösungen und vielfältige Optionen zur Umsetzung vor.

Grundsätzlich gilt: Bestehende Gas- und Öl-Brennwert- und -Niedertemperaturheizungen sowie die dazugehörigen Brennstoffe können laut GEG ohne Altersbegrenzung wie gewohnt weiter genutzt werden. Ebenso dürfen mehr als 30 Jahre alte öl- und gasbetriebene Standardheizkessel in Ein- und Zweifamilienhausbesitzer unter bestimmten Umständen weiter betrieben werden, sofern die Besitzer ihr Haus mindestens seit dem 1. Februar 2002 selbst bewohnen. In einem solchen Falls muss erst nach einem Eigentümerwechsel der neue Hausbesitzer die Austauschpflicht innerhalb von zwei Jahren erfüllen.

Übergangsfristen und vielfältige Optionen für Modernisierer

Wer ab 2024 seine Heizungsanlage modernisieren möchte, muss nach einer Übergangsfrist bestimmte Mindestanteile an erneuerbaren Energien nutzen, um die Vorgaben des GEG zu erfüllen. Der ab 2024 bereits im Neubau vorgeschriebene Anteil von 65 Prozent erneuerbarer Energie ist bei der Heizungsmodernisierung erst dann notwendig, wenn vor Ort die gesetzliche kommunale Wärmeplanung abgeschlossen ist. Bis dahin gelten niedrigere und zeitlich gestaffelt ansteigende Anteile. Dazu gibt es gesetzliche Übergangsfristen zwischen dem Zeitpunkt der Modernisierung und erstmaliger Erfüllungspflicht. Ab 2045 müssen dann jedoch alle Heizungen klimaneutral betrieben werden.

Das GEG ermöglicht für die Heizungsmodernisierung zudem eine breite Auswahl an Erfüllungsoptionen. Heizölkunden können zum Beispiel den erneuerbaren Anteil an der Wärmerzeugung durch die Erweiterung ihrer modernisierten Ölheizung zu einer Hybrid-Heizung erbringen. Diese kann zum Beispiel aus einem Brennwertkessel für flüssige Brennstoffe und einer Wärmepumpe bestehen. Ebenso möglich ist der Einbau eines Brennwertkessels bei Einsatz von Heizöl mit dem entsprechenden Anteil erneuerbarer Komponenten. Derzeit arbeiten Heizölproduzenten und -handel intensiv an einem flächendeckenden Angebot für solche klimaschonenden Heizölqualitäten. Auch Bio-Flüssiggas ist als regenerativer Brennstoff anerkannt. Eine Kombination mit Solarthermie wäre auf den vorgeschriebenen erneuerbaren Anteil anrechenbar.

Viele Geräte für flüssige Brennstoffe sind bereits für erneuerbare Energieträger ausgelegt. In Sachen Heizöl wurde beispielsweise das Green Fuels Ready-Label geschaffen: Es zeichnet Heizungsanlagen, Tanks und Komponenten aus, die bis zu 100 Prozent mit treibhausgasneutralen flüssigen Brennstoffen, also auch in Mischungen mit fossilen flüssigen Brennstoffen, betrieben werden können. Um Hauseigentümern einen besseren Überblick zu bieten, worauf sie bei der Modernisierung in den kommenden Jahren zu achten haben, hat der en2x – Wirtschaftsverband Fuels und Energie e.V. die wichtigsten Informationen zum Thema GEG und Ölheizung kompakt zusammengefasst. Mehr dazu unter www.zukunftsheizen.de.

(Quelle: Pressemitteilung en2x, 21.12.2023)

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4. Pflichtinformationen auf Rechnungen für Brennstofflieferungen gemäß CO2KostAufG / Preisänderung für CO2-Zertifikate ist seit 1.1.2024 zu berücksichtigen

zum 1.1.2024 ist das geänderte Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) mit dem neuen Festpreis für CO2-Emissionszertifikate für fossile Brenn- und Kraftstoffe in Höhe von 45 Euro pro Tonne CO2 in Kraft getreten (Quelle: Artikel 7, Haushaltsfinanzierungsgesetz 2024 vom 22.12.2023, veröffentlicht in BGBl Teil I Nr. 412).

  • Der neue Zertifikatfestpreis i.H.v. 45 EUR pro Tonne CO2 muss bei den Informationspflichten für den Brennstoffhandel gemäß CO2-Kostenaufteilungsgesetz berücksichtigt werden.

Eine kurze Auffrischung zum CO2-Kostenaufteilungsgesetz (CO2KostAufG):

1. Ziel des CO2KostAufG:

Seit dem 1.1.2023 sollen Mieter von Wohn- und Nichtwohngebäuden, in denen die Wärmeerzeugung mit fossilen Brennstoffen erfolgt, bei den CO2-Kosten entlastet, Vermieter dagegen sollen beteiligt werden. Der Gesetzgeber verspricht sich damit Anreize für energiesparendes Verhalten auf der Mieterseite und für Investitionsanreize für Effizienzmaßnahmen auf der Vermieterseite. Die CO2-Kosten werden zwischen Vermieter und Mieter nach einem Stufenmodell aufgeteilt.

2. Warum ergeben sich bei diesem „Mieter-Vermieter-Gesetz“ jetzt auch Pflichten für den Brennstoffhandel?

An sich regelt das CO2KostAufG die Aufteilung der CO2-Kosten für die verwendeten fossilen Brennstoffe zwischen Mieter und Vermieter von Gebäuden. Dabei geht der Gesetzgeber davon aus, dass Mieter und Vermieter die CO2-Emissionen der gelieferten Brennstoffmenge und die daraus folgenden CO2-Kosten nicht korrekt ermitteln können. Deshalb sind im CO2KostAufG auch entsprechende Informationspflichten festgelegt, die der Brennstofflieferant zu erbringen hat (siehe §3 Abs. 1 CO2KostAufG, Anlage 1):

  • Seit dem 1.1.2023 sind somit durch Brennstofflieferanten für die gelieferten fossilen Brennstoffe gegenüber den Kunden die in §3 Abs. 1 CO2KostAufG festgelegten Informationen auf Rechnungen auszuweisen.
  • Insofern müssen die elektronischen Abrechnungssysteme seit dem 1.1.2023 darauf ausgerichtet sein. Die Branche hat dies nach unseren Informationen weitgehend umgesetzt.

3. Welche Informationen müssen konkret auf der Brennstofflieferung ausgewiesen werden?

Es handelt sich um folgende fünf Pflichtinformationen:

1. die Brennstoffemissionen der Brennstofflieferung (in kg CO2)

2. die sich für den jeweiligen Zeitpunkt der Lieferung ergebenden CO2-Kosten für die gelieferte Brennstoffmenge

3. der heizwertbezogene Emissionsfaktor des gelieferten Brennstoffs (in kg CO2 pro kWh)

4. der Energiegehalt der gelieferten Brennstoffmenge (in kWh)

5. einen kurzen textlichen Hinweis auf Erstattungsansprüche für die Mieter.

Orientierende Hinweise zu den fünf Pflichtinformationen auf Rechnungen von Brennstofflieferungen gemäß CO2KostAufG anhand von zwei Fallbeispielen

Zum besseren Verständnis sind nachfolgend zwei Fallbeispiele für die Pflichtinformationen bei typischen Brennstofflieferungen dargestellt.

Fallbeispiel 1: Heizöl EL gemäß DIN 51603 Teil 1

• Liefermenge = 2.000 Liter HEL

• aktueller Zertifikat-Festpreis = 45 EUR / t CO2 im Kalenderjahr 2024

Für dieses Fallbeispiel können die fünf Pflichtinformationen wie folgt aussehen:

Nr.

Texthinweis für die fünf Pflichtangaben gemäß § Abs. 1 CO2KostAufG

Angabe (Berechnung siehe unten)

Einheit

1

Brennstoffemissionen Heizöllieferung

5.352,568 (nur für dieses Fallbeispiel)

kg CO2

2

Preisbestandteil CO2-kosten (inkl. Umsatzsteuer)

286,63 (nur für dieses Fallbeispiel)

EUR

3

Heizwertbezogener Emissionsfaktor

0,2664

kg CO2 / kWh

4

Energiegehalt der Heizöllieferung (Heizwert)

20.092,222 (nur für dieses Fallbeispiel)

kWh

5

Versorgt sich der Mieter selbst mit Brennstoff, so hat er gegenüber dem Vermieter einen Erstattungsanspruch gemäß §6 Abs. 2 und §8 Abs. 2 CO2KostAufG.

Hinweise:

• Die Angaben unter 1, 2 und 4 sind immer abhängig von der gelieferten Brennstoffmenge und müssen daher für jede Lieferung und Rechnung neu ermittelt werden; erforderliche Berechnungsschritte siehe unten.

• Die Angaben unter 3 und 5 sind unabhängig von der gelieferten Heizölmenge und können damit als stets gleiche „Textbausteine“ in der Rechnung berücksichtigt werden.

Berechnungsschritte für 1, 2, 4: Hierfür werden die Standardwerte aus der Emissionsberichterstattungsverordnung EBeV 2030 verwendet:

Ausgangswerte

Heizwert

42,8

GJ/t

Heizwertbezogener Emissionsfaktor

0,074

t CO2 / GJ

(= 0,2664 kg CO2‘ / kWh)

Umrechnungsfaktor Dichte

0,845

t / 1.000 Liter

Gelieferte HEL-Menge (Fallbeispiel)

2.000

Liter

Schritt 1 (für die Pflichtangabe o.g. Nr. 1): Brennstoffemissionen der Heizöllieferung

= Heizwert x Heizwertbezogener Emissionsfaktor x Umrechnungsfaktor Dichte x Gelieferte Menge

= 42,8 GJ/t x 0,074 t CO2/GJ x 0,845 t/1.000 Liter x 2.000 Liter

= 5.352,568 kg CO2

Schritt 2 (für die Pflichtangabe o.g. Nr. 2): Preisbestandteil CO2-Kosten (inkl. Umsatzsteuer)

Zertifikatpreis für das Kalenderjahr 2024

45

EUR / t CO2

= CO2-Emissionen (für 2.000 Liter aus Schritt 1) x Festpreis CO2-Zertifikat für das Kalenderjahr 2024 x Umsatzsteuer

= 5.352,568 kg CO2 x 45 EUR / t CO2 x 1,19

= 286,63 EUR

Hinweis: Für die nachfolgenden Jahre sind die dann jeweils geltenden Zertifikatpreise zu verwenden (näheres dazu regelt §4 „maßgeblicher Zertifikatpreis“ im CO2KostAufG).

Schritt 3 (für die Pflichtangabe o.g. Nr. 4): Energiegehalt der Heizöllieferung (Heizwert)

= Heizwert x Umrechnungsfaktor Dichte x gelieferte Menge

= 42,8 GJ/t x 0,845 t/1.000 Liter x 2.000 Liter

= 72,332 GJ = 20.0902,222 kWh

Zu beachten: Gegebenenfalls abzugsfähige Erneuerbare Anteile sollten mit dem Vorlieferanten abgestimmt werden.

Fallbeispiel 2: Braunkohlenbriketts „Rekord“

• Lieferung von 2 Tonnen • Zertifikatpreis = 45 EUR / t CO2 im Kalenderjahr 2024

Für dieses Fallbeispiel können die fünf Pflichtinformationen wie folgt aussehen:

Nr.

Texthinweis für die fünf Pflichtangaben gemäß §3 Abs. 1 CO2KostAufG (rechtsunverbindlich)

Angabe (Berechnung siehe unten)

Einheit

1

Brennstoffemissionen der Lieferung Braunkohlebriketts Rekord

3.769,6 (nur für dieses Fallbeispiel)

kg CO2

2

Preisbestandteil CO2-Kosten (inkl. Umsatzsteuer)

201,86 (nur für dieses Fallbeispiel)

EUR

3

Heizwertbezogener Emissionsfaktor

0,3571

kg CO2 / kWh

4

Energiegehalt Lieferung Braunkohlebriketts Rekord

10.555,564 (nur für dieses Fallbeispiel)

kWh

5

Versorgt sich der Mieter selbst mit Brennstoff, so hat er gegenüber dem Vermieter einen Erstattungsanspruch gemäß §6 Abs. 2 und §8 Abs. 2 CO2KostAufG.

Hinweise:

• Die Angaben unter 1, 2 und 4 sind auch hier immer abhängig von der gelieferten Brennstoffmenge und müssen daher für jede Lieferung und Rechnung neu ermittelt werden; erforderliche Berechnungsschritte siehe unten.

• die Angaben unter 3 und 5 sind unabhängig von der gelieferten Menge Braunkohlebriketts und können damit als stets gleiche „Textbausteine“ in der Rechnung berücksichtigt werden.

Berechnungsschritte für 1, 2, 4: Hierfür werden die Standardwerte aus der Emissionsberichterstattungsverordnung EBeV 2030 verwendet:

Ausgangswerte

Heizwert

19,0

GJ/t

Heizwertbezogener Emissionsfaktor

0,0992

t CO2 / GJ

(= 0,3571 kg CO2 / kWh)

Umrechnungsfaktor Dichte

1

t/t

Liefermenge BB Rekord (Fallbeispiel)

2,0

Tonnen

Schritt 1 (für die Pflichtangabe o.g. Nr. 1): Brennstoffemissionen der BB-Rekord-Lieferung

= Heizwert x Heizwertbezogener Emissionsfaktor x Umrechnungsfaktor x Gelieferte Menge

= 19,0 GJ/t x 0,0992 t CO2/GJ x 1 t/t x 2,0 t

= 3,77 t CO2 = 3.769,6 kg CO2

Schritt 2 (für die Pflichtangabe o.g. Nr. 2): Preisbestandteil CO2-Kosten (inkl. Umsatzsteuer)

Zertifikatpreis für das Kalenderjahr 2024

45

EUR / t CO2

= CO2-Emissionen (für 2 Tonnen BB aus Schritt 1) x Festpreis CO2-Zertifikat für das Kalenderjahr 2024 x Umsatzsteuer

= 3.769,6 kg CO2 x 45 EUR / t CO2 x 1,19

= 201,86 EUR

Hinweis: Für die nachfolgenden Jahre sind die dann jeweils geltenden Zertifikatpreise zu verwenden (näheres dazu regelt §4 „maßgeblicher Zertifikatpreis“ im CO2KostAufG).

Schritt 3 (für die Pflichtangabe o.g. Nr. 4): Energiegehalt der BB-Rekord-Lieferung

= Heizwert x Umrechnungsfaktor x gelieferte Menge

= 19,0 GJ/t x 1 t/t x 2,0 Tonnen

= 38 GJ = 10.555,564 kWh

Hinweis: Für die Energiemenge von 1 GJ wurden 277,778 kWh angesetzt.

Zu beachten: Braunkohlebriketts Union haben gemäß EBeV 2030 einen anderen Heizwert, was in den Berechnungen entsprechend berücksichtigt werden muss.

Bei Rückfragen können Sie uns gerne kontaktieren.

(Quelle: UNITI-RS WM-RS 03-2024)

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5. Terminvorschau

  • 18. Januar 2024: VEH-Regionalkonferenz in Großmaischeid (bei Koblenz) – Teilnahme bei kurzfristiger Anmeldung noch möglich
  • 21. März 2024: VEH-Frühjahrstagung in Hirschberg/Bergstraße
  • 25. April 2024: Mitgliederversammlung der Gütegemeinschaft Energiehandel in Straubing
  • 25./26. Juni 2024: VEH-Mitgliederversammlung in Darmstadt

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Herausgeber:
Verband für Energiehandel Südwest-Mitte e.V.
Tullastraße 18, 68161 Mannheim
Tel.: (0621) 411095, Fax: (0621) 415222, E-Mail: info@veh-ev.de
1. Vorsitzender: Thomas Rundel; 2. Vorsitzender: Henrik Schäfer

Das Rundschreiben dient der Information der Mitglieder und Partner des Verbandes für Energiehandel Südwest-Mitte e.V. Nachdruck und Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung des VEH.