08.02.2012

Energienews 01/2012

Mit Teilsanierungen schneller auf dem Weg zum Klimaschutzziel

Einzelne Sanierungsmaßnahmen sind für Hausbesitzer wesentlich bezahlbarer als umfassende Sanierungen. Die stärkere Förderung von Teilsanierungen könnte daher auch ein wichtiger Schritt zum Erreichen der deutschen Klimaschutzziele sein. Unter anderem zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler des Hamburgischen WeltWirtschaftsinstituts (HWWI) und des Energieunter-nehmens Shell in ihrer aktuellen Hauswärme-Studie.

 

„Die Hauswärme-Studie bestätigt ein weiteres Mal, dass die Bundesregierung insbesondere einzelne, günstige Sanierungsmaßnahmen an Heizungsanlagen und Gebäuden fördern sollte“, sagt Hans-Jürgen Funke, Geschäftsführer des Verbandes für Energiehandel Südwest-Mitte e.V. (VEH). Der Verband setzt sich seit längerem für eine nachhaltige und sichere, aber auch sozial gerechte Energiepolitik ein.

 

Förderprogramme 2012

 

Wer beispielsweise seine alte Ölheizung austauschen möchte und auf moderne, hoch-effiziente Öl-Brennwerttechnik umrüstet, kann sich bis zu 500 Liter Heizöl gratis sichern. Möglich macht das die noch bis zum 31. Juli 2012 dauernde Aktion „Deutschland macht Plus“ von deutschen Markenherstellern aus der Wärmebranche (Informationen: www.deutschland-macht-plus.de).

 

Verbesserte Fördermöglichkeiten – auch für Teilsanierungen bietet außerdem die KfW-Bank: Seit Beginn des Jahres 2012 hat die KfW die Investitionszuschüsse für Einzelmaßnahmen und Gebäudesanierungen um 2,5 Prozentpunkte erhöht. Ab sofort übernimmt die KfW also 7,5 Prozent der Kosten und insgesamt bis zu 3.750 Euro.

 

Auch die finanzielle Förderung einer Baubegleitung durch Energieberater wurde erhöht. Die KfW bezuschusst die Fachplanung zu maximal 50 Prozent. Hier verdoppelte sich der Förderhöchstbetrag  des Programms „Energieeffizient Sanieren – Baubegleitung“ (431) auf 4.000 Euro. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.kfw.de.

 

Bei Sanierungen sollte jeder frei entscheiden können

 

Die Hauswärme-Studie zeigt, dass der Trend bei Heizungsanlagen in Richtung hybrider Systeme geht. Das bedeutet, dass die Wärme mit Hilfe mehrerer Energieträger erzeugt wird. Effiziente Öl- und Gasheizungen spielen also auch in Zukunft eine wichtige Rolle. Der Verbraucher sollte sich hier umfassend beraten lassen. VEH-Geschäftsführer Funke: „Hier zeigt sich erneut, dass eine finanzielle Förderung alle Energieträger gleichermaßen berücksichtigen muss. Der Energiebereich entwickelt sich äußerst schnell und wir müssen uns alle Wege offen halten, auf denen wir die Klimaziele der Bundesregierung erreichen können.“

 

Die Hauswärme-Studie befürwortet außerdem eine finanzielle Unterstützung auf freiwilliger Basis. Sind Sanierungen an gesetzliche Vorgaben gebunden, schreckenHausbesitzer selbst vor günstigen Sanierungen zurück.Zu einem ähnlichen Ergebnis kam eine Umfrage im Auftrag des Instituts für Wärme und Oeltechnik e.V. (IWO) im Oktober 2011 zum Erneuerbare-Wärme-Gesetz in Baden-Württemberg. Die Mehrheit der 400 befragten Hausbesitzer empfanden die Ordnungsvorgaben als Zwang. Die Verbraucher fühlten sich verunsichert, weshalb sie sich letzten Endes gegen eine Sanierung entschieden. Die Politik sollte hier auf sozial ausgewogene Angebote, Beratung und Freiwilligkeit setzen, sonst wirken die Maßnahmen gegen die Klimaschutzziele.

 

Zum Hintergrund der Studie

 

In ihrer ersten Hauswärme-Studie führten das HWWI und Shell zunächst eine umfangreiche Analyse der Wohnsituation, der verfügbaren Brennstoffe und technischen Standards durch. Auf dieser Grundlage wurden Szenarien entwickelt, wie die Wärmeversorgung in Deutschland in Zukunft gestaltet werden könnte. Dabei erwiesen sich schrittweise Teilsanierungen im Heizungs- und Gebäudebereich als besonders erfolgversprechend. Fördergelder könnten dann nämlich besser verteilt werden und eine viel größere Fläche erreichen. Der Energieverbrauch und die Emission klimarelevanter Treibhausgase würden so schneller sinken.

 

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