29.11.2011

Energienews 04/2011

Jetzt in Effizienz investieren und Förderprogramme nutzen!

Mehr als drei Viertel aller in Deutschland installierten Heizungsanalagen sind veraltet und ineffizient. Dabei steckt in einer Erneuerung und regelmäßiger Wartung enormes Energiesparpotential. Um Modernisierungen finanziell zu unterstützen, setzen Politik und Wirtschaft auf verschiedene Förderprogramme, die sowohl für Hausbesitzer als auch für den Mineralölhandel und SHK-Betriebe reizvoll sind.

 

Die Bundesregierung hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis 2020 sollen die Treibhausgasemissionen um 40 Prozent, der Bedarf an Primärenergie um 50 Prozent gesenkt werden. Um dies zu erreichen, will sie massiv auf Energiesparen und Energieeffizienz setzen. Allein zehn Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland könnten durch eine Erneuerung veralteter Heizungsanlagen eingespart werden, aber wie motiviert man möglichst viele Hausbesitzer, in eine Modernisierung ihrer Heiztechnik zu investieren? Der VEH hat im Folgenden einige Möglichkeiten zusammengetragen.  

 

Wer sich für die Einbindung erneuerbarer Energien in die Heizungsanlage entschließt, kann auf das Marktanreizprogramm des Bundes zurückgreifen – und sollte sich möglichst schnell für die Erneuerung entscheiden. Bis Jahresende 2011 gelten hier nämlich noch erhöhte Fördersätze für Brennwerthei­zungen mit Solarthermie. Ab Januar 2012 sinkt der Zuschuss für erstmalig installierte Solaranlagen zur Heizungsunter­stützung von 120 Euro auf 90 Euro, der Kesseltauschbonus wird von 600 auf 500 Euro gesenkt.

 

Ansprechpartner sind das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die KfW-Förderbanken. Zusätzlich zur Basisförderung gewährt das BAFA auch Investitionszu­schüsse für die Kombination verschiedener Maßnahmen, für besonders effiziente Gebäude und innovative Anwendungen. Details unter www.bafa.de.  

Das Institut für Wärme und Oeltechnik e.V. (IWO) will mit der Aktion „Deutschland macht Plus“ gemeinsam mit Geräteherstellern, Heizungsfachbetrieben und Mineralölhändlern Kunden motivieren, ihre Heizung mit effizienter Öl-Brennwerttechnik zu modernisieren. Kunden, die bis Ende Juli 2012 ein neues Öl-Brennwertgerät installieren lassen, bekommen eine Heizöl-Prämie von 350 Litern. Bei der Kombination mit einer Solaranlage gibt es sogar eine 500 Liter Prämie. Die Kosten dafür teilen sich Gerätehersteller, Mineralölhändler und IWO, für den Heizungsbaubetrieb. Weitere Informationen finden Interessenten unter www.deutschland-macht-plus.de.  

 

Neben Förderprogrammen diskutieren Experten aus Politik und Wirtschaft die Möglichkeit der steuerlichen Absetzbarkeit von einzelnen Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz. Ein Gesetzentwurf der Bundesregierung zur steuerlichen Förderung energetischer Wohngebäudesanierung befindet sich seit Oktober 2011 im dem Vermittlungsausschuss. 

 

Der VEH begrüßt den Ansatz des Energiekonzeptes der Bundesregierung. Geschäftsführer Hans-Jürgen Funke erklärt: „Finanzielle Anreize und eine umfassende Beratung auf freiwilliger Basis haben sich erfahrungsgemäß als besonders effektiv erwiesen. Daher sehen wir hier das größte Potential, unsere gemeinsamen Energiesparziele zu erreichen.“ Allerdings dürfe es keine Marktverzerrung durch die Diskriminierung einzelner Energieträger geben, die die Entscheidungsfreiheit der Verbraucher einschränken könnte.

 

Laut einem wissenschaftlichen Gutachten im Auftrag der „Verbändeinitiative für Effizienz und Klimaschutz“ bestünde durch Steueranreize die Möglichkeit, die Zahl der jährlich erneuerten Heizungsanlagen in Ein- und Zweifamilien­häusern innerhalb von zehn Jahren um 60 Prozent zu erhöhen. Dies könnte ein wichtiger Impuls für die flächendeckende Modernisierung sein, die für eine Energieeinsparung in Zukunft unumgänglich ist.

 

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