02.02.2011

Energienews 01/2011

Ölbetriebene Mini-Blockheiz-kraftwerke gehen in die Offensive

Öl-Mini-Blockheizkraftwerke (BHKW) sind stromerzeugende Heizungen, die sich für den privaten und gewerblichen Einsatz eignen, etwa in Mehrfamilienhäusern, Kindergärten und Hotels. Dank Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) sind sie besonders effizient, sofern gewisse Voraussetzungen erfüllt sind. Wer sich ein solches „Hauskraftwerk“ anschafft, kann mit beachtlichen Zuschüssen rechnen.

 

„Ölbetriebene Mini-BHKW sind wahre Effizienzwunder, denn die bei der Stromerzeugung frei werdende Wärme verpufft nicht in der Atmosphäre, sondern wird zum Heizen genutzt“, erklärt Hans-Jürgen Funke, Geschäftsführer des Verbandes für Energiehandel Südwest-Mitte e.V. (VEH). Durch die gleichzeitige Strom- und Wärmeerzeugung vor Ort werden Heizöl und Kosten eingespart, Übertragungsverluste minimiert und Umweltbelastungen verringert.

 

Aus diesen Gründen setzen sich der Mineralölhandel, das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO), der VEH und Gerätehersteller für die Verbreitung ölbetriebener Mini-BHKW ein. Gemeinsam mit den jeweiligen Ministerien der Bundesländer wurden bereits sieben „KWK-Offensiven“ gestartet, unter anderem in Rheinland-Pfalz und Thüringen. Weitere sind in Vorbereitung, etwa in Baden-Württemberg. Pro Anlage sind Investitionszuschüsse von über 1.000 Euro möglich, die von der Geräteindustrie, der Mineralölwirtschaft und dem Mineralölhandel bereitgestellt werden.

 

Auch der Betrieb wird bezuschusst. Erzeugter BHKW-Strom, der nicht für den Eigenbedarf benötigt wird, kann ins Stromnetz eingespeist werden und wird mit 5,11 Cent pro Kilowattstunde vergütet. Bei Verwendung von

schwefelarmen Heizöl werden zudem am Ende des Jahres pro Liter 6,1 Cent der Energiesteuer zurückerstattet.

 

Der Einbau eines Mini-BHKW ist denkbar einfach. Da die kompakten Anlagen inzwischen von namhaften Herstellern als Seriengeräte gefertigt werden, können sie von Fachleuten in kurzer Zeit aufgestellt und angeschlossen werden. Somit eignen sich Mini-BHKW nicht allein für Neubauten, sondern auch – und aufgrund des größeren Wärmebedarfs gerade – bei der Sanierung von Altbauten.

 

„Damit ist ein wichtiger Punkt angesprochen – die Errichtung eines Mini-BHKW lohnt vor allem dann“, gibt der VEH-Geschäftsführer zu bedenken, „wenn ein ausreichender Bedarf an Wärme als auch ein weitgehend gleichzeitiger Bedarf an Strom vorhanden sind.“ Bei neu errichteten Einfamilienhäusern ist dies seltener der Fall, wohl aber bei Mehrfamilienhäusern und Hotels, wo zum Beispiel ein Pool zu beheizen ist. Sinnvoll ist der Einbau auch in Kindergärten und kleinen Verwaltungsgebäuden oder Gewerbebetrieben, bei denen ein ständiger Wärmebedarf im Arbeitsprozess gegeben ist. Hier liegen die enormen Potentiale dieser Technologie.

 

Eine individuelle Beratung darüber, ob sich im Einzelfall der Einsatz eines ölbetriebenen Mini-BHKW lohnt sowie über mögliche Förderungen, erteilen die Aktionspartner der KWK-Offensiven in den jeweiligen Bundesländern. Mehr Informationen hierzu sind auf www.iwo.de abrufbar.

 

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