19.07.2011

Energienews 02/2011

Nicht zu lange um den Heizölpreis pokern

Die Mineralölwirtschaft erwartet kurz- bis mittelfristig keine sinkenden Heizölpreise und empfiehlt allen, die im Winter lange Lieferzeiten vermeiden wollen, mit dem Befüllen der Heizöltanks nicht mehr allzu lange zu warten. Der Grund: Die Heizölpreise hängen in hohem Maße an den Weltmarkt-preisen für Rohöl – und die sind derzeit unberechenbar.

 

„Die gestiegenen Ölpreise haben in der ersten Jahreshälfte nicht nur dazu beigetragen, dass die Verunsicherung der Heizöl-Kunden größer, sondern die Kauflaune auch entsprechend kleiner wurde“, räumt Hans-Jürgen Funke, Geschäftsführer des Verbandes für Energiehandel Südwest-Mitte e.V. (VEH), ein. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Politische Umbrüche gleich in mehreren ölfördernden arabischen Ländern wie Libyen, aber auch die allgemein anziehende Weltkonjunktur. Zusätzlich führen die tragischen Vorfälle in Japan dazu, dass das Land Engpässe durch die  Ausfälle in der Atomenergie über den verstärkten Einkauf von Ölmengen ausgleichen muss.

 

 „Das Abwarten vieler Heizölbesitzer auf möglicherweise dauerhaft sinkende Preise ist da nur verständlich. Trotzdem rate ich dazu, mit der Bevorratung zumindest in Teilmengen nicht erst bis zum Herbst zu warten“. Die Mineralölwirtschaft sieht laut Funke derzeit nämlich keine Anzeichen dafür, dass Heizöl kurz- bis mittelfristig merklich günstiger wird. Selbst die aktuelle Freigabe zusätzlicher Ölreserven durch die USA und die Internationale Energieagentur (IEA) hatte nur kurz Einfluss auf den Preis. Funke sieht zudem einen weiteren Einflussfaktor: „Wenn es ab Herbst kalt wird und die Tanks leer sind, dann kaufen die Leute Heizöl, ob der Preis pro Liter nun 10 Cent höher oder niedriger liegt. Das führt dann zu einem sprunghaften Anstieg der Nachfrage und damit möglicherweise auch zu Engpässen aufgrund begrenzter Fuhrparkkapazitäten der Energiehändler. Wer Wartezeiten  verhindern will und von kurzen Lieferzeiten des Handels profitieren möchte, lässt jetzt seinen Tank auffüllen“.  

 

Eine andere Möglichkeit, auf hohe Preise zu reagieren, ist der Einsatz von Maßnahmen, die Heizöl effizient nutzen: Der Verbrauch sinkt allein schon durch den Einsatz der Sorte HEL Schwefelarm, da die neue Sorte eine gleichbleibend hohe Energieausnutzung gewährleistet.

 

Neben dem Einsatz der kostensparenden Sorte liegt der Schlüssel zur effektiven Nutzung des Heizöls im Betrieb einer modernen Heizungsanlage. Mit dem Austausch des alten Ölkessels durch eine moderne Brennwerttherme, am besten kombiniert mit einer Solarthermieanlage, lassen sich allein bis zu 30 Prozent Energie und mehr sparen. Durch die zeitgemäße Technik verpufft die Abwärme nicht durch den Schornstein, sondern wird beispielsweise für die Erhitzung des Brauchwassers oder für die Unterstützung des Heizkreislaufs genutzt. Die KfW-Bank fördert seit  März 2011 wieder Einzelmaßnahmen, die der Energiebilanz des Gebäudes zu gute kommen. Dazu gehört auch die Sanierung der Heizungsanlage. (Mehr Informationen unter www.kfw.de)

 

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