14.12.2012

Energienews 05/2012

Energetische Gebäudesanierung bleibt ohne steuerliche Förderung

Hausbesitzer, die durch eine Sanierung von Heizung oder Wohngebäude Energie sparen wollen, müssen weiterhin ohne steuerliche Förderung auskommen. Über ein Jahr dauerte das Vermittlungsverfahren um die Steuerförderung der energeti-schen Gebäudesanierung. Am Mittwochabend haben Bund und Länder das Vorhaben endgültig abgelehnt. Der Vermitt-lungsausschuss konnte sich nicht über die Kostenverteilung zwischen Bund und Ländern einigen.        

 

„Das Scheitern der lange diskutierten Steuerförderung für energetische Sanierungsmaßnahmen zeigt erneut, dass das Potenzial der Energieeffizienz von Seiten der Politik unter-schätzt wird“, kommentiert Roland Weissert, 1. Vorsitzender des Vorstandes des Verbandes für Energiehandel Südwest-Mitte e. V. (VEH). „Eine Vielzahl an Studien belegt, dass die ambitionierten Ziele der Energiewende nur durch eine flächen-deckende energetische Sanierung von Heizung und Gebäu-den erreicht werden können“, so Weissert weiter. „Dabei haben sich freiwillige Anreizsysteme gegenüber gesetzlichen Vorschriften als besonders effektiv erwiesen. Steuervergünsti-gungen für Sanierungswillige wären demzufolge ein großer Schritt nach vorn, dem nun leider eine Absage erteilt wurde.“

 

Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat konnte sich nach über einem Jahr Diskussion jedoch nicht über die Verteilung der Steuerausfälle einigen. Als Alternative zur steuerlichen Förderung wird nun wahrscheinlich das KfW-Programm für zinsverbilligte Kredite für energetische Gebäudesanierungen im Volumen von 1,5 Milliarden Euro pro Jahr ausgeweitet.

 

Der VEH bewertet die Ablehnung der Steuervergünstigungen kritisch: „Für Modernisierer, aber auch Industrie und Handwerk sind das keine guten Nachrichten zum Jahresende. Wir hoffen, dass hiermit nicht auch die Idee flächendeckender und freiwilliger finanzieller Anreizsysteme vom Tisch ist“, betont Roland Weissert. In Hinblick auf die notwendige Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland, sei ein weiterer Aufschub langfristig der teurere Weg.  

 

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