Klimaneutrale Brennstoffe

Klimaneutral zu heizen wird immer wichtiger, was Verbraucher in Fragen ihrer eigenen Energie- bzw. Wärmeversorgung oft verunsichert. Der Einsatz fossiler Energieträger soll minimiert werden, aktuell sind aber noch 20 Millionen Menschen in Deutschland auf Heizöl angewiesen. Mit klimaneutralen Brennstoffen gelingt für diese Verbraucher bereits heute ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, ohne kostenintensive Umbaumaßnahmen nötig zu machen.

 

Der Begriff klimaneutral oder CO2-neutral wird in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet. Klimaneutral ist ein Brennstoff dann, wenn bei dessen Verbrennung das atmosphärische Gleichgewicht nicht verändert wird. Das heißt, dass er keinen Einfluss auf die Kohlendioxid-Konzentration der Atmosphäre hat und damit nicht klimaschädlich ist. Doch klimaneutral bzw. CO2-neutral bedeutet nicht unbedingt, dass kein CO2 emittiert wird. CO2-Emissionen, die bei der Verbrennung von Heizöl entstehen, können kompensiert werden, sodass der Atmosphäre netto kein zusätzliches CO2 zugeführt wird. Es gibt also zwei Wege, um Klimaneutralität zu erreichen: CO2 zu absorbieren oder weniger bzw. gar nichts zu emittieren.

 

CO2-Kompensation

Es ist möglich, das ausgestoßene CO2 zu kompensieren, indem an anderer Stelle die entsprechenden Menge Kohlendioxid reduziert wird. Dies geschieht z. B. durch Investitionen in zertifizierte Klimaschutz-Projekte: Hierbei wird durch Aufforstung die Bindung der entsprechenden Menge ausgestoßenes CO2 in Bäumen und anderen Pflanzen sichergestellt. Dabei ist es unerheblich, ob das Kohlendioxid bei der Verbrennung fossiler Produkte oder der Herstellung von Produkten oder Dienstleistungen anfällt. Verbraucher können gegen einen geringen Aufpreis CO2-kompensiertes Heizöl bei ihrem Energiehändler erwerben und damit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Mit dem zusätzlichen Erlös werden entsprechende Aufforstungsprojekte unterstützt.

Weitere Informationen finden Sie dazu auch bei unseren Partnern Fokus Zukunft bzw. FirstClimate oder bei der RAL-Gütegemeinschaft Energiehandel.

 

Warum wir E-Fuels brauchen

E-Fuels – erneuerbare, flüssige Brenn- und Kraftstoffe – können perspektivisch die Aufgaben von fossilen Energieträgern übernehmen, wo andere Lösungen nicht praktikabel sind. Sie sind klimaneutral, besitzen eine hohe Energiedichte und können u. a. aus überschüssigem Öko-Strom gewonnen werden. Dieser Prozess wird Power-to-Liquid genannt, übersetzt „Strom zu Flüssigkeit“. Zudem sind E-Fuels „drop-in-fähig“, d. h. sie können sukzessive den fossilen Energieträgern wie bspw. Heizöl, Diesel, Benzin oder Kerosin beigemischt werden, bis sie diese komplett ersetzen. Dadurch werden auch durch geringe Mengen beigemischter E-Fuels bereits THG-Emissionen bei der Nutzung von Ölheizungen bzw. Fahrzeugen vermieden. Ihre guten Speicher- und Transportfähigkeiten machen es möglich, das volle Potenzial der Wind- und Sonnenenergie zu nutzen, ohne dass bestehende Infrastrukturen umgerüstet werden müssen. Dadurch können hohe Investitionskosten für eine moderne Heizung oder ein neues Auto für den Verbraucher vermieden werden. Durch E-Fuels ergeben sich im Hinblick auf den Klimaschutz in den Sektoren Wärme und Verkehr enorme Potenziale.

 

Herstellungsprozess 

E-Fuels werden unter Einbeziehung erneuerbarer elektrischer Energie synthetisch erzeugt. Durch das Elektrolyse-Verfahren wird Wasser mittels elektrischer Energie in seine Bestandteile zerlegt. Es entstehen Sauerstoff und Wasserstoff. Der abgespaltene Wasserstoff lässt sich in Verbindung mit Kohlenstoff im weiteren Prozess (durch Hydrierung oder Fischer-Tropsch-Synthese) dann zu einem flüssigen oder gasförmigen Brenn- bzw. Kraftstoff weiterverarbeiten. Als Kohlenstoffquelle werden bspw. Industrieabgase, Umgebungsluft, Abfälle oder Biomasse genutzt.

Klimaneutralität entsteht hierbei durch einen geschlossenen Kohlenstoffkreislauf. Das heißt, während des Entstehungsprozesses wird genau die Menge an CO2 aus Industrieabgasen oder Umgebungsluft entzogen, die bei der Verbrennung von E-Fuels wieder entstehen.

 

Ermöglicht wird dieses Angebot durch eine Kooperation mit dem Energieversorger ENTEGA, der gemeinsam mit der Carbon Forest Group AG Projekte zur Aufforstung und zum Schutz von Wäldern entwickelt.

Mehr Informationen

 

 

Der VEH unterstützt seine Mitglieder bei der Vermarktung von klimaneutralen Brennstoffen. Aufbereitetes Werbematerial und nähere Informationen stehen im Mitgliederbereich zur Verfügung.

Zum Mitgliederbereich

 

 

Neben dem Angebot von klimaneutralen Brennstoffen leistet der VEH auch selbst einen aktiven Beitrag. Der Verband arbeitet CO2-neutral und wurde für diesen Einsatz von ENTEGA zertifiziert.

Zur Pressemeldung

 

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