13.08.2020

Ölheizungen mit Zukunft: Wie Verbraucher die Energiewende mitgestalten können

  • Gebäudeenergiegesetz: Was Ölheizer jetzt wissen müssen
  • Future-Fuels: Klimaneutrale Wärme braucht politische Rahmenbedingungen
  • Die Lage am Markt: Ein absatzstarkes Halbjahr und weiterhin verbraucher-freundliche Preise

Die politische Sommerpause ist vorbei, und nach vielen Änderungsanträgen ist im Juni das Gebäudeenergiegesetz (GEG) vom Bundesrat verabschiedet worden. Es tritt damit voraussichtlich im November 2020 in Kraft. Für Verbraucher ist dabei zentral: Wie steht es um meine Heizungsanlage und die Bedingungen zur Modernisierung? Seit dem 01.01.2020 ist der Tausch einer alten gegen eine neue Ölheizung auch weiterhin ohne weitere Einschränkungen möglich. Auch die Förderung des Systems bleibt bestehen – allerdings nur noch auf die Anlagenteile, welche auch erneuerbare Energien einspeisen, also beispielsweise in Kombination mit einer Solarthermieanlage oder einem Pelletkaminofen. Entsprechende Kombinationen werden dann auch ab 2026 zwingend. Damit zeigt sich: Die Zukunft der Ölheizung liegt in Hybridsystemen.


Brennstoffe aus Erneuerbaren Energien für eine klimaneutrale Ölheizung

Moderne Ölbrennwerttechnik bekommt durch flüssige Brennstoffe auf Basis Erneuerbarer Energien (sogenannte Future-Fuels) sogar eine klimaneutrale Perspektive. Diese können perspektivisch die Aufgaben von fossilen Energieträgern übernehmen und bieten damit enorme Potenziale. „Um bis 2050 ausreichende Mengen solcher klimaneutralen Brennstoffe zur Wärmeerzeugung bereitstellen zu können, braucht die Branche jetzt Planungssicherheit von politischer Seite“, betont Hans-Jürgen Funke, Geschäftsführer des Verbandes für Energiehandel Südwest-Mitte e. V. (VEH). Der Verband fordert, auch die Verbraucher nicht aus dem Blick zu verlieren. Für die Energiewende sind Lösungen notwendig, die die in den Haushalten installierten Heizsysteme nutzen, um die Emissionen bei der Wärmeerzeugung zu reduzieren. Damit können Verbraucher Umbaumaßnahmen umgehen, wo sie technisch unsinnig oder zu teuer sind. Dafür braucht es eine in sich stimmige Gesetzgebung, welche die Effizienzsteigerung aller Systeme – auch für Ölheizungen – voranbringt. Denn wie auch bei der Gasheiztechnik liegt die Zukunft in einer Kombination aus effizienter Hybridtechnik mit klimaneutralen Brennstoffen.


Verbraucherfreundliche Preise und lange Lieferzeiten

Während Meldungen über Absatzeinbrüche und Kurzarbeit die Wirtschaftsnachrichten der vergangenen Monate dominierten, blickt der mittelständische Energiehandel auf absatzstarke Monate zurück. Etwa 25% mehr Heizöl als im Vorjahreszeitraum wurden im ersten Halbjahr 2020 bestellt. Ausschlaggebend war der pandemiebedingte Konjunktureinbruch, der sich wiederrum im niedrigen Heizölpreis spiegelte: Im Juli wurde mit weniger als 50 Cent/Liter vorerst ein neuer Tiefpreis erreicht. Aktuell ist die Auftragslage aber wieder moderat: Dadurch, dass sich viele Verbraucher in den letzten Monaten mit Heizöl eingedeckt haben, normalisieren sich auch die Lieferfristen wieder – diese lagen noch im Juni bei bis zu 12 Wochen, so Hans-Jürgen Funke. Wer sich für den kommenden Winter noch versorgen muss, kann die günstige Preislage aber weiterhin nutzen. Eine merkliche Preissteigerung erwartet Funke in der nächsten Zeit nicht.


Günstiges Heizöl bei wieder steigenden Rohölpreisen

Während der Ölpreis im März und April wegen der Pandemielage und der damit einhergehenden geringen Weltrohölnachfrage um mehr als 50 Prozent fiel, seit Mai aber wieder hauptsächlich aufgrund von Förderdrosselungen auf rund 40$ pro Barrel gestiegen ist, hat sich der Heizölpreis in der Nähe des Jahrestiefstpreises konsolidiert. Ein Wiederanstieg, den man seit Mai erwarten könnte, blieb bisher aus. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Zum einen wirkt ein immer schwächerer Dollar gegen eine Preissteigerung im Euro-Raum. Zum anderen hatte die hohe Nachfragesituation mit langen Lieferfristen bei den Händlern zu höheren Logistik- und Risikoaufschlägen geführt, die nun, da die Fristen kürzer sind, wieder abgebaut werden. Auch der intensive Wettbewerb zwischen den Händlern nimmt mit abnehmender Auftragslage wieder zu und wirkt preisdämpfend.


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