Heizölpreis in Hessen stabil

Kurz vor Sommerbeginn ist Heizöl bei stabilem Preisniveau rund vier Prozent günstiger als zum selben Zeitpunkt des Vorjahres. Aktuell zahlen Verbraucher in Hessen durchschnittlich rund 81 Cent pro Liter (bei Abnahme von 3000 Litern). Dr. Jörg Lenk, Geschäftsführer des Verbandes für Energiehandel Südwest-Mitte e.V. (VEH), bestätigt dies: „Der Heizölpreis bewegt sich seit über einem Jahr überwiegend seitwärts und ist im Mai nochmals leicht gesunken.“

 

Ausschlaggebend für die Stabilität sind relativ konstante Preise beim Rohöl und beim Vorprodukt Gasöl. Zudem schwanke der Euro in einer engen Spanne zwischen 1,35 und 1,37 US-Dollar. „Daran haben weder die Krise in der Ukraine noch die Ausfälle des für Deutschland wichtigen Förderlandes Libyen etwas geändert. Denn die Engpässe wurden durch höhere Förderungen zum Beispiel der OPEC-Länder ausgeglichen“, so Lenk weiter. Heizölbesitzer könnten sich bei den derzeitigen Energieversorgungsdiskussionen etwas entspannter zurücklehnen, so Lenk, da sie ja ihren eigenen Vorrat im Keller hätten. Zudem sei aufgrund des warmen Winters insbesondere die Nachfrage beim Heizöl um zehn Prozent zurückgegangen.

 

Keine verstärkte Prüfpflicht für Heizöltanks

 

Für Heizölkunden gibt es noch eine weitere frohe Nachricht. Die Neuordnung des Wasserschutzrechts und deren bundesweite Geltung, die sich in der Anlagenverordnung wassergefährdende Stoffe niederschlägt, hätte auch für Heizölkunden eine höhere Belastung bedeuten können. „Doch gemeinsam mit den Verbänden der Immobilienwirtschaft haben wir einen Passus verhindern können, der für Heizöltanks eine wiederkehrende Prüfpflicht vorgesehen hätte“, erläutert Lenk. „In seiner letzten Sitzung lehnte der Bundesrat am 23. Mai dieses jedoch ab. Pro Jahr hätte das Heizölkunden in Deutschland gut 40 Millionen Euro gekostet.“. Ein knappes Zehntel der Heizölheizungen stünden hierzlande in hessischen Kellern. Deswegen wäre das für die Ölheizer im Bundesland eine Mehrbelastung von gut 4 Millionen Euro gewesen.

 

Nach Berechnungen des Verbandes lägen Heizöl-Lecks in Privathaushalten nur im Promille-Bereich. Das rechtfertige, so Lenk, die drastischen Prüfmaßnahmen keineswegs. Zudem, so Lenk, habe gerade Hessen die bestgeprüftesten Tanks der Republik. Nach der derzeit gültigen Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen mussten bis 2006 alle Heizöltanks von 1.000 bis 10.000 Litern überprüft werden. Auch hier ergaben sich keine größeren Gefährdungen.

 

Verband wehrt sich gegen Anschlusszwänge

 

Ein weiteres Thema in Hessen sind Anschlusszwänge und Verbrennungsverbote. „Derzeit liegen uns deutschlandweit 1055 derartige Eingriffe vor, darunter 79 aus Hessen“, so Lenk. „Davon entfallen allein 13 auf Gießen.“ Dabei handele es sich um Bebauungspläne, die alle einen Anschluss- und Benutzungszwang an Fernwärme vorsähen. Hausbesitzer dürften sich hier zum Beispiel kein individuelles Heizsystem betreiben. „Für Hausbesitzer und Grundstückseigentümer kommt es zur Wertminderung und voraussichtlich steigenden Energiepreisen“, erklärt Lenk. Bereits im August 2012 hatte eine Untersuchung des Bundeskartellamtes verdeutlicht, dass die Preise in Gebieten mit durch die Kommune auferlegten Anschlusszwängen tendenziell höher sind.

 

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