31.01.2019

Wärmemarkt: Branche diskutiert Perspektiven in Neu-Ulm

Zum 38. Neu-Ulmer Energietag rückt die Sektorkopplung als Teil der Wärmewende in den Fokus. Technologieoffene Diskussion muss gefördert werden.

 

Neu-Ulm, 31.01.2019

 

  • Heizölpreis mit ca. 75 Cent/Liter wieder verbraucherfreundlich
  • Technologieoffenheit und Modernisierung mit Brennwerttechnik sind die Erfolgsfaktoren der Energiewende

 

Wie sich der Energiehandel zukünftig in den Bereichen Wärme und Verkehr positionieren kann, diskutierten Brennstoff- und Mineralölhändler aus Baden-Württemberg und Bayern am 31. Januar 2019 zum 38. Neu-Ulmer Energietag. Unter dem Titel „Herausforderungen und Perspektiven für den Energiehandel im Bereich Wärme und Mobilität“ tauschten sie sich mit Experten aus Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft und Politik aus. Auch die Beiträge alter und neuer Energieträger zur Wärmewende waren Teil der Debatte.

 

Blick zurück: Preisentwicklung 2018

Mit den hohen Preisen sank das Bestellvolumen beim Heizöl: Die Absatzzahlen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zeigen einen Rückgang von fast 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies weist darauf hin, dass viele Heizölnutzer auf ihre Vorräte zurückgegriffen haben und nicht auf einen Kauf zu hohen Preisen angewiesen waren. „Die eigene Bevorratung schafft langfristige Sicherheit, da Heizöltanks den Bedarf von bis zu drei Jahren aufnehmen können. Dies macht Verbraucher unabhängig vom aktuellen Marktgeschehen. Daher ist es umso wichtiger, diese Form des unabhängigen Heizens zu sichern, in der Verbraucher selbst entscheiden können, zu welchen Preisen sie kaufen“, beschreibt Hans-Jürgen Funke, Geschäftsführer des VEH, die Situation. Aus diesem Grund setzt sich der Verband für eine technologieoffene Diskussion bei der Gestaltung der Wärmewende ein.

 

Die Entwicklung der Energiepreise war 2018 ein raumgreifendes Thema, vor allem beim Heizöl: Durch die Dürre und den damit verbundenen niedrigen Pegelständen auf großen Flüssen kam es zu Lieferengpässen. Trotzdem musste kein Verbraucher frieren, da Heizölhändler aus ganz Deutschland mit viel Einsatz dafür sorgten, dass auch kurzfristige Anfragen gedeckt wurden. Die aufgrund des hohen Transportaufwandes gestiegenen Heizölpreise fielen zum Jahresende wieder. Im Bundesdurchschnitt kostete Heizöl im Dezember* 6,74 Ct/kWh und lag damit nur knapp hinter Erdgas (5,93 Ct/kWh) und Pellets (4,82 Ct/kWh). Heizstrom bleibt mit 24,23 Ct/kWh der teuerste Energieträger und ist im Vorjahresvergleich leicht gestiegen (2017: 21,84 Ct/kWh). „Für Besitzer einer Ölheizung ist das erfreulich“, erklärt Thomas Rundel, Energiehändler aus Singen und Vorstandsvorsitzender des Verbandes für Energiehandel Südwest-Mitte e. V. (VEH). „Immerhin heizen in Bayern und Baden-Württemberg jeweils mehr als ein Drittel der Einwohner mit Öl.“

 

Blick nach vorn: Flüssige synthetische Brenn- und Kraftstoffe

Wie sich klassische Wärmetechnologien effizienter und nachhaltiger gestalten lassen, ist Teil des Programms des Neu-Ulmer Energietags. Eine der kosteneffizientesten Optionen ist die einfache Modernisierung alter Ölheizungen mit moderner Öl-Brennwerttechnik. Bis zu 30 Prozent Heizenergiekönnen dadurch eingespart werden. Zudem bieten einige Händler bereits klimaneutrales Heizöl an. Dabei werden die beim Heizen erzeugten CO2-Emissionen mithilfe von Investitionen in Kompensationsprogramme wie Aufforstungen ausgeglichen. Damit die heute installierten Ölbrennwertkessel zukünftig gänzlich klimaneutral heizen, werden vermehrt flüssige Brennstoffe aus erneuerbaren Quellen, wie z. B. Ökostrom, entwickelt. Voreilige Regulierungen oder gar Verbote können den Erfolg dieser und anderer Technologien für die Energiewende gefährden.

 

Hintergrund zum Neu-Ulmer Energietag

Der Neu-Ulmer Energietag ist ein jährliches Branchentreffen des südwestdeutschen Energiehandels. Im Fokus stehen die Themen Energieeffizienz und -beratung, Energiepolitik sowie die Energiepreisentwicklung. Der VEH und die UNITI Regionalgruppe Bayern vertreten größtenteils mittelständische Energiehändler unter anderem aus den südwestdeutschen Bundesländern Thüringen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Bayern und Baden-Württemberg.

 

Die Pressemitteilung als Download (PDF)

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