29.10.2014

Heizölpreis auf Vierjahrestief – Verband rät zur rechtzeitigen Bevorratung

  • Aktuelle Tiefpreise nutzen und für den Winter vorsorgen
  • Initiative zum Austausch alter Kessel bringt bis zu 1.200 Euro Förderung
  • Verband sieht Thüringer Gasinitiative kritisch

Pressetext zum Pressegespräch in Erfurt am 29. Oktober 2014

 

Die rund 120.000 thüringischen Heizölkunden können sich derzeit über die niedrigsten Preise seit 2010 freuen. Mit einem Preisniveau zwischen 73 und 75 Euro für 100 Liter Heizöl – bei der Abnahme von 3.000 Litern – sind die Werte nach dem Seitwärtstrend der vergangenen Monate im Oktober nochmals deutlich gesunken. „Nach dem Jahrestiefstand Mitte Oktober bewegt sich der Preis jedoch nun langsam nach oben – es zeichnet sich bereits die beginnende Heizsaison ab, während der erfahrungsgemäß die Zahl der Bestellungen und damit auch der Heizölpreis wieder ansteigen“, informiert der Geschäftsführer des Verbandes für Energiehandel Südwest-Mitte e. V. (VEH), Dr. Jörg Lenk.

 

Der Verband sieht die Ursachen der Preisentwicklung in einem Überangebot an Rohöl und der sinkenden Nachfrage aufgrund der schwachen Konjunktur. „Die tiefen Preise führen seit September verstärkt zu Bestellungen beim Handel“, erläutert Jörg Lenk. Der Verband rät, rechtzeitig vor Beginn der kalten Jahreszeit Heizöl zu bestellen, sollte es der Platz im eigenen Tank zulassen. Bei vielen Bestellungen in kurzer Zeit, beispielsweise durch einen plötzlichen Winter­einbruch,  könnten sich die Lieferfristen sonst merklich verlängern.

 

Initiative fördert Tausch alter Ölheizungen

Um weiterhin steigenden Preisen aus dem Weg zu gehen, empfiehlt der Verband den Austausch veralteter Heizkessel. „Mit moderner Brennwerttechnik“, betont Lenk, „kann der Verbrauch an Heizöl um bis zu 40 Prozent gesenkt werden. Im Durchschnitt rechnet sich das Auswechseln bereits nach gut sieben Jahren.“ Ratsam seien dabei Hybridlösungen,  beispielsweise mit einer Solarthermieanlage. Diese lassen sich besonders gut an eine Ölheizung anbinden und könnten in der wärmeren Jahreszeit den kompletten Warmwasserbedarf eines Einfamilienhauses abdecken.

 

Wer sich dafür entscheide, so der VEH-Geschäftsführer, könne die Modernisierungsaktion „Deutschland macht Plus!“ nutzen. Die vom Institut für Wärme und Oeltechnik e. V. (IWO) am 1. August 2014 gemeinsam mit allen führenden deutschen Heizgeräteherstellern und teilnehmenden Mineralölhändlern gestartete Aktion gewährt Modernisierern beim Einbau einer neuen Öl-Brennwerttechnik-Heizung 300 Euro Zuschuss. Zudem unterstützt das IWO die Modernisierer, bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) einen Zuschuss von bis zu 900 Euro zu erhalten. In der Summe können auf diese Weise also 1.200 Euro bei der Sanierung gespart werden.

 

Verband sieht Thüringer Gasinitiative kritisch

Die Modernisierung im Wärmemarkt hat auch die in Thüringen gestartete Erdgasinitiative im Blick. Ziel der Initiative ist, alte Öl- oder Festbrennstoffkessel zu ersetzen. „Grundsätzlich begrüßen wir alle Initiativen, die das Thema Heizungssanierung vorantreiben. Im Tableau der Sanierungsmöglichkeiten im Gebäudebereich – von der Dämmung bis zum Fensteraustausch – hat sich die Sanierung ineffizient arbeitender Heizanlagen als eine der wirksamsten Einzelmaßnahmen herausgestellt. Das heißt, mit einem – zum Beispiel im Vergleich zur Fassadendämmung – kleineren Budget können durch die Sanierung des Heizkessels bis zu 30 Prozent Energie eingespart werden. Entgegen anderslautender Äußerungen gilt dies jedoch nicht nur für Gas-Brennwerttechnik, sondern ebenso für die moderne Öl-Brennwerttechnik. Auch hier sind Energieeinsparungen bis zu 30 Prozent möglich. Wer regenerative Energien in sein Heizsystem einbindet, etwa Solarthermie oder Kaminöfen, kann gar bis 40 Prozent Energie einsparen“, so Jörg Lenk. „Für die Ölheizungsbesitzer in Thüringen gebe ich eines zu bedenken: Im Vergleich zum Komplettwechsel auf Erdgas erweist sich die Sanierung des bestehenden Heizsystems oftmals als preiswerter – denn zusätzliche Kosten, wie sie durch einen neuen Hausanschluss etwa für Erdgas entstehen, fallen dabei nicht an.“

 

Die Pressemitteilung als Download (PDF)

 

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