22.07.2013

EWärmeG: „Kernstück der Novellierung findet in Öffentlichkeit keine Zustimmung“

  • Erste Ergebnisse der Bürgerbeteiligung: 57 % gegen Erhöhung des Pflichtanteils an Erneuerbaren Energien
  • VEH und IWO appellieren an Landesregierung: Kernmaßnahmen EWärmeG müssen hinterfragt werden

Die von der Landesregierung Baden-Württemberg am Freitag vorgestellten ersten Auswertungen der Bürgerbeteiligung zur geplanten Novellierung des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes (EWärmeG) machen es deutlich: Die Anhebung des Pflichtanteils an Erneuerbaren Energien für die Wärmeerzeugung von 10 auf 15 Prozent findet mehrheitlich keine Zustimmung. Nach Angaben des zuständigen Umweltministeriums sprachen sich 57 Prozent gegen diese geplante Maßnahme aus. „Damit wird ausgerechnet das von der Landesregierung anvisierte Kernstück des Gesetzes nicht nur in Frage gestellt – es wird überwiegend abgelehnt“, kommentiert Hans-Jürgen Funke, Geschäftsführer des Verbandes für Energiehandel Südwest-Mitte e.V. „Die Landesregierung sollte die Ergebnisse als Anlass nehmen, die bisher geplanten Maßnahmen noch einmal eingehend zu prüfen und im Kern zu hinterfragen.“

 

Auch Prof. Christian Küchen, Geschäftsführer des Instituts für Wärme und Oeltechnik e.V., appelliert an die Landesregierung: „Grundsätzlich sind wir uns über die Bedeutung der Energieeffizienz im Gebäudesektor einig – und darüber, dass in diesem Bereich enormer Handlungsbedarf besteht. Aber Gesetzesvorhaben stoßen eben dort an ihre Grenzen, wo sie Verbrauchern Zwangsmaßnahmen vorschreiben und hohe Kosten verursachen. Die Kosten für eine energetische Modernisierung sind  in Baden-Württemberg im Vergleich zu anderen Bundesländern heute schon sehr hoch. Durch die Kernforderung der Novellierung steigen sie weiter deutlich. Dass dadurch die Bürger von Sanierungen abgehalten werden und der Sanierungsstau sich weiter fortsetzt, kann nicht das Ziel der Landesregierung sein.“

 

Hintergrund:

 

Der Verband für Energiehandel Südwest-Mitte e.V. (VEH) und das Institut für Wärme und Oeltechnik e.V. (IWO) haben in der vergangenen Woche dem zuständigen Umweltministerium ein gemeinsames Positionspapier übergeben, in dem auf die negativen Folgen des Gesetzesentwurfs  für die Bürger hingewiesen wird. Die Landesregierung plant derzeit, den Pflichtanteil Erneuerbarer Energien an der Wärmeerzeugung von 10 auf 15 Prozent zu erhöhen. Dies bedeutet bei einer Sanierung von Heizungsanlagen deutliche Mehrkosten. Damit werden die Hausbesitzer zusätzlich belastet und verunsichert. Statt Verunsicherung zu schüren und Sanierungszwänge zu verschärfen setzen IWO und VEH auf Anreize zur  Sanierung und Energieberatung.

 

Das Positionspapier sowie weitere Informationen (Link)

 

 

 

« Zurück zur Übersicht »

Wir sind für Sie da

Verband für Energiehandel
Südwest-Mitte e.V.
Tullastr. 18
D-68161 Mannheim


Telefon:
(0621) 411095
Telefax: (0621) 415222
E-Mail: info@veh-ev.de

Mitglieder-Bereich



Energie-Tweets

Durch die Energie-Tweets auch unterwegs die wichtigen Neuigkeiten aus dem Energie- und Wärmemarkt lesen.

Ganz einfach und unkompliziert durch Twitter.

Individuelles Heizen

Klimaneutrales Unternehmen

Blickpunkt Öl

Unsere Partner

Unsere Partner First Debit Sercices