21.05.2015

Baden-Württemberger profitieren vom niedrigen Heizölpreis

Pressetext zum Pressegespräch in Stuttgart am 21.05.2015

  •  900.000 Ölheizungsbesitzer können mit deutlichen Einsparungen rechnen
  •  Heizölpreis rund 20 Prozent unter Vorjahresniveau
  •  Verband kritisiert ordnungspolitische Vorgaben und kommunale Eingriffe in den Wärmemarkt

900.000 Hausbesitzer in Baden-Württemberg heizen mit Öl, nur in Bayern ist diese Technik noch verbreiteter. Viele Baden-Württemberger können zum Ende der Heizsaison eine positive Bilanz ziehen – denn ihre Heizkosten liegen etwa 20 Prozent unter denen der letztjährigen Wintersaison. „Zum einen war der Winter insgesamt sehr mild, so dass weniger geheizt werden musste. Zum anderen macht sich natürlich der deutliche Preisrückgang beim Heizöl auf der Heizkostenabrechnung bemerkbar“, erklärt Hans-Jürgen Funke, Geschäftsführer des Verbandes für Energiehandel Südwest-Mitte e.V. (VEH). Vor allem die eigene Bevorratung sowie die freie Wahl von Händler und Kaufdatum ermöglichen Ölheizern langfristig von günstigen Preisentwicklungen zu profitieren.

 

Heizölabsatz zum Jahresbeginn deutlich gestiegen

Die gute Preissituation in den vergangenen Monaten haben viele Verbraucher ausgenutzt und ihre Tanks befüllt: Im Januar 2015 lag der Heizölabsatz deutschlandweit etwa 26 Prozent, im Februar sogar 36 Prozent über dem jeweiligen Vorjahreswert.

Der Heizölpreis gestaltet sich auch weiterhin sehr verbraucherfreundlich, im April lagen die Preise in Baden-Württemberg etwa 20 Prozent unter dem Wert von 2014. Derzeit liegt der Preis bei rund 70 bis 72 Euro (für 100 Liter einer 3.000-Liter-Gesamtliefermenge). Es lohnt sich also auf jeden Fall, den eigenen Vorrat nochmals zu überprüfen – und gegebenenfalls aufzufüllen, rät der VEH-Geschäftsführer. Denn eine verlässliche und seriöse Voraussage, wie sich der Heizölpreis weiterentwickeln wird, lässt sich kaum treffen. „Wir gehen zwar davon aus, dass sich das Preisniveau in etwa halten wird – aber definitiv voraussagen kann das aufgrund der vielfältigen Einflussfaktoren niemand“, so Funke. 

 

Einsparpotenzial durch Heizungsmodernisierung

Hausbesitzern, die nachhaltig Energiekosten sparen wollen, empfiehlt der Verband den Austausch veralteter Heizkessel. Hier besteht in Baden-Württemberg enormes Potenzial: Fast die Hälfte der im Land installierten 900.000 Ölheizungen sind älter als 20 Jahre, etwa 65.000 Heizungen sogar älter als 30 Jahre. Durch die Sanierung der Heizungsanlagen könne der Verbrauch an Heizöl um bis zu 40 Prozent gesenkt werden, so Funke. Ratsam seien dabei Hybridlösungen, beispielsweise mit einer Solarthermieanlage. Diese lassen sich besonders gut an eine Ölheizung anbinden und könnten in der wärmeren Jahreszeit den kompletten Warmwasserbedarf eines Einfamilienhauses abdecken.

 

Verband kritisiert ordnungspolitische Vorgaben und kommunale Eingriffe in den Wärmemarkt

Als einziges Bundesland gibt Baden-Württemberg feste Rahmenbedingungen für die Heizungssanierung vor: Mit Inkrafttreten des novellierten Erneuerbare-Wärme-Gesetz am 1. Juli 2015 wird der erforderliche Anteil an erneuerbarer Energie von derzeit 10 auf 15 Prozent angehoben. „Diesen starken ordnungspolitischen Vorgaben für den Wärmemarkt stehen wir sehr kritisch gegenüber. Zielführender ist, dass sich Hausbesitzer selbst für die aus ihrer Sicht ökologisch und wirtschaftlich optimale Lösung zur Beheizung der eigenen vier Wände entscheiden können“, so Funke. „Dieses Ziel verfolgt auch die jüngst unter Mitwirkung des VEH in Baden-Württemberg gegründete Initiative für Individuelles Heizen. Denn auch bei den kommunalen Eingriffen in den Wärmemarkt – also etwa  Anschlusszwänge an bestehende Wärmenetze, Benutzungszwänge für einzelne Energieträger, Verbrennungsverbote für feste Brennstoffe – ist Baden-Württemberg einer der Spitzenreiter. Die Monopolisierung in der Wärmeversorgung, die daraus folgt, nützt oft nur einem: dem Betreiber der Anlage, nicht jedoch dem Nutzer.“

 

Die Pressemitteilung als Download (PDF)

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