12.12.2013

Der Winter kommt, der Heizölpreis bleibt stabil

Pressetext zum Jahres-Pressegespräch am 12. Dezember in Mannheim

  • Heizölpreise fast ganzjährig unter Vorjahresniveau
  • Steigender Energieverbrauch 2013: Nachholbedarf bei Energieeffizienz
  • Neue Richtlinien für Verbraucher 2014
  • Klimaschutz: VEH und ENTEGA stoßen Pilotprojekte an

Gute Aussichten für Heizölkunden: Zum Jahresende bewegt sich der Heizölpreis stabil und deutlich unter Vorjahresniveau. Aktuell zahlen Verbraucher im Bundesdurchschnitt rund 85 Cent pro Liter (bei Abnahme von 3000 Litern). „Für Verbraucher bietet sich somit eine gute Gelegenheit, sich rechtzeitig vor Wintereinbruch zu bevorraten“, empfiehlt Ullrich Grube, Vorsitzender des Verbandes für Energiehandel Südwest-Mitte e.V. (VEH). Nach Ansicht des VEH sprechen zur Zeit zudem keine Gründe für einen deutlichen kurzfristigen Preisanstieg. Allerdings hängt die Entwicklung der Heizölpreise von einer Vielzahl wirtschaftlicher und politischer Faktoren ab, so dass verlässliche langfristige Prognosen nicht mit Gewissheit möglich sind.  

 

Heizölpreise fast ganzjährig unter Vorjahresniveau

 

Insgesamt war 2013 bei der Heizölpreisentwicklung ein Seitwärtstrend zu beobachten. „Bis auf wenige Tage lag der Preis in diesem Jahr unter dem Niveau des Vorjahres“, so VEH-Geschäftsführer Dr. Jörg Lenk. Verbraucher hatten 2013 durch den kalten Frühling mit einer vergleichsweise langen Heizperiode und somit hohen Energiekosten zu kämpfen. Auch die Entwicklung der Energiepreise im Allgemeinen spielte hier eine Rolle. Dr. Jörg Lenk dazu: „Wie aktuelle Zahlen zeigen, gehen die Energiepreise für Haushalte – unabhängig, ob Strom, Fernwärme, Gas oder Heizöl – mit mehr oder minder großen Ausschlägen überwiegend „nach oben“. Der Heizölpreis machte in seiner Entwicklung 2013 hier, bis auf wenige Tage, eine Ausnahme.“

 

Steigender Energieverbrauch 2013: Nachholbedarf bei Energieeffizienz

 

Der Energieverbauch wird aller Voraussicht nach in diesem Jahr ansteigen – laut Experteneinschätzungen um etwa 2 Prozent. Dies betrifft insbesondere Erdgas und die Erneuerbaren Energien, aber auch Mineralöl und Steinkohle verzeichnen einen Zuwachs gegenüber 2012.

 

„Ein Grund hierfür ist sicherlich die lange Heizperiode zu Beginn des Jahres“, resümiert Dr. Jörg Lenk. „Andererseits wird deutlich, dass die bisherigen Bemühungen, den Energieverbrauch in Haushalten zu reduzieren, nicht greifen. Zwangsvorgaben im Rahmen der energetischen Gebäudesanierung, wie zum Beispiel das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) in Baden-Württemberg, sind nicht der richtige Weg. Hinsichtlich der energetischen Sanierung sind aus unserer Sicht vor allem sinnvolle und überschaubare Förderprogramme sowie die Energieberatung wichtig. Außerdem sollte beides für möglichst viele Verbraucher zugänglich sein.“

 

Neuerungen für Verbraucher ab 2014

 

Energieeffizienz wurde von der künftigen Bundeskoalition bereits als wichtige Säule der Energiewende betitelt. Allerdings spiele das Thema Wärmemarkt im Koalitionsvertrag nach Ansicht des VEH bisher eine zu kleine Rolle. „Speziell für die energetische Gebäudesanierung wurden noch keine konkreten neuen Maßnahmen – wie z.B. die zu Beginn angedachte steuerliche Förderung – beschlossen“, sagt VEH-Geschäftsführer Hans-Jürgen Funke.   

 

Dennoch kommen auf Hausbesitzer 2014 einige Änderungen zu. So tritt am 1. Mai 2014 die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft. „Hier müssen sich Verbraucher auf neue, verschärfte Effizienzklassen und andere Bauvorgaben einstellen. Zudem müssen Hausbesitzer bis 2015 Öl- und Gasheizungen, die vor dem 1. Januar 1985 eingebaut wurden, austauschen“, so Funke.

 

Auf Hausbesitzer in Baden-Württemberg könnten bei energetischen Sanierungsmaßnahmen ab 2014 höhere Kosten zukommen. Hier steht die Novelle des EWärmeG an, die u.a. die Erhöhung des Pflichtanteils Erneuerbarer Energien an der Wärmeversorgung vorsieht. „Generell begrüßen wir die Ambitionen der Landesregierung, den Wärmesektor stärker in den Blick der energiepolitischen Maßnahmen zu nehmen – vor allem den Bereich der energetischen Gebäudesanierung. Allerdings sollte Hauseigentümern hier mehr Freiheit bei der Heizungswahl eingeräumt werden. Die Heizung muss zum Gebäude sowie zu Anspruch und Geldbeutel der Verbraucher passen“, so Funke.

 

Klimaschutz: VEH und ENTEGA stoßen Pilotprojekte an

 

Heizölkunden, die einen individuellen Beitrag zum Klimaschutz leisten möchten, können ihren Energiebedarf durch klimaneutrales Heizöl decken. Der VEH unterstützt seine Mitglieder, ihr Sortiment um das Angebot von klimaneutralem Heizöl zu erweitern. Möglich wird dies durch eine Kooperation mit dem Darmstädter Energieversorger ENTEGA, der zusammen mit der Forest Carbon Group AG, Frankfurt, weltweit Waldprojekte entwickelt, finanziert und vermarktet. Über einen geringen freiwilligen Beitrag, der beim Kauf von klimaneutralem Heizöl gezahlt wird, werden diese Projekte finanziert.

 

Pressemitteilung als PDF (Download)

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