09.12.2015

Heizölpreis auf 6-Jahres-Tief: Ölheizungen im Südwesten Deutschlands attraktiv

  • Heizöl günstiger als Erdgas
  • Verband rät rechtzeitig zu bevorraten
  • „Aktionsbündnisse für individuelles Heizen“ informieren über
    (un-)wirtschaftliche Wärmeversorgung

Pressetext zum Jahres-Pressegespräch in Mannheim am 9. Dezember 2015

 

Die Heizsaison hat begonnen, auch wenn Herbst und Winter bisher eher mild gestimmt waren. Für rund 2,2 Millionen Ölheizungsbesitzer im Gebiet des Verbandes für Energiehandel Südwest-Mitte e.V. (VEH) ist ein warmes Heim in diesem Winter besonders günstig, denn der Heizölpreis fiel in Deutschland zwischen Oktober 2014 und Oktober 2015 um 24,5 Prozent. Hans-Jürgen Funke, Geschäftsführer des VEH, ergänzt: „Der Preis für einen Liter Heizöl einer 3.000-Liter-Bestellung liegt aktuell zwischen 52 und 56 Cent und erreicht damit das niedrigste Niveau seit Mai 2009.“

 

Heizöl 2015 dauerhaft deutlich günstiger als Erdgas

 

Auch im Vergleich zu Erdgas sind Ölheizer im Vorteil: Seit Ende 2014 ist Heizöl, gemessen am Heizwert, günstiger als Erdgas. Im Bundesdurchschnitt beträgt der Unterschied 35,3 Prozent (Stichtag 23.10.2015). Im Verbandsgebiet liegt der Vorteil zwischen 28,5 und 40,2 Prozent. Zwischen Oktober 2015 und dem Vorjahresmonat sind die Preise für Erdgas um 1,9 Prozent und für Strom nur um 1,1 Prozent gesunken. Der Pelletpreis gab zwischen November 2015 und dem Vorjahresmonat um 6,2 Prozent nach.

 

Niedrige Preise durch Überangebot an Rohöl

 

Die Ursachen für den Preisrückgang des Heizöls liegen in den günstigen Weltmarktpreisen für Rohöl, an die die Heizölprese eng gebunden sind. Hier übersteigt das konstante Angebot der ölfördernden Staaten die Nachfrage. Diese bleibt vor allem durch die langsamer wachsende Konjunktur in China und die Selbstversorgung der USA mit Schieferöl hinter den Erwartungen zurück. „Mittelfristig erwarten wir keine Änderung an dieser Situation. Die OPEC-Konferenz in der vergangenen Woche hat beschlossen, die Fördermengen konstant zu halten und somit den Preis auf einem niedrigen Niveau zu stabilisieren“, erklärt Hans-Jürgen Funke und fügt hinzu: „Kurzfristige, lokale Preisschwankungen können unter anderem durch eine erhöhte Nachfrage zum Wintereinbruch verursacht werden, so dass eine Voraussage der Preisentwicklung sehr schwierig ist. Anzeichen für einen erheblichen Preissprung, außerhalb der üblichen, tagesaktuellen Schwankungen, sehen wir derzeit jedoch nicht.“

 

Verband rät zur Bevorratung

 

Der Verband empfiehlt denjenigen, die die günstigen Preise noch nicht genutzt haben, sich ausreichend für den kommenden Winter zu bevorraten. „Erfahrungsgemäß häufen sich die Bestellungen beim ersten Wintereinbruch. Dann kommt es oft zu längeren Wartezeiten. Damit keine Wohnung, insbesondere über die bevorstehenden Feiertage, kalt bleibt, raten wir dazu, die Heizölbestellung rechtzeitig aufzugeben“, sagt Dr. Jörg Lenk, Geschäfts-führer des VEH.

 

Aktionsbündnisse für individuelles Heizen plädieren für ökonomisch und ökologisch sinnvolle Wärmeversorgung

 

Der Verband für Energiehandel Südwest-Mitte e.V. (VEH) engagiert sich gemeinsam mit den Fachverbänden Sanitär-Heizung-Klima (SHK) sowie des Schornsteinfeger­handwerks und dem Institut für Wärme und Oeltechnik e.V. (IWO) für einen technologieoffenen, fairen Wettbewerb der Heiztechnologien. Zu diesem Zweck wurden in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz „Aktionsbündnisse für individuelles Heizen“ gegründet. Auch in Thüringen ist ein Bündnis initiiert. Ihre Ziel ist es, Bürger über die langfristigen Konsequenzen der Etablierung von Nah- und Fernwärmenetzen, gerade in dünner besiedelten Gebieten, aufzuklären. Ein zentraler Punkt ist dabei die Kritik staatlicher Subventionierung für eigentlich unwirtschaftliche, teilweise nicht besonders ökologische Wärmenetze. Eine Wärmeversorgung, die auf dieser Grundlage aufgebaut wird, kommt die Verbraucher auf lange Sicht teuer zu stehen. Denn spätestens wenn die Subventionierungen auslaufen, müssen diese aufgrund der Bindung an den Wärmeanbieter die volle Kostenlast über die Wärmepreise finanzieren.

Jörg Lenk erklärt ein weiteres Problem: „Wir beobachten in vielen Gemeinden und Städten kommunale Eingriffe in den Wärmemarkt wie Verbrennungsverbote oder Anschlusszwänge. Diese führen oft zur Monopolstellung des einzig verbleibenden Wärmelieferanten – dem Fernwärmeanbieter. Der Leidtragende ist der Verbraucher, denn er muss den Preis akzeptieren.“ Gegen diese Situation wenden sich die Aktionsbündnisse. Sie stehen für einen freien, technologieoffenen Wettbewerb, in dem sich das im Einzelfall effizienteste System bewähren wird, seien es Ölheizungen, Pelletkessel oder ein Fernwärmeanschluss. Subventionen, Zwänge und Verbote behindern diesen Mechanismus und verhindern oftmals sogar eine ökologisch und ökonomisch lohnende Heizungsmodernisierung.

 

Die Pressemitteilung als Download (PDF)

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