22.06.2017

1,8 Millionen Hessen profitieren von Tiefpreisen bei Heizöl

VEH-Jahrestagung: Energiehändler diskutieren Energiegesetze von Bund und Ländern

 

  • Öl-Brennwert­heizungen sparen bis zu 30 Prozent Energie und Kosten
  • Öl-Hybrid­heizungen ermöglichen Einstieg in die Energiewende
  • VEH-Vorstand fordert Technologie­offenheit in der Wärmewende

 

Heizölpreis auf Halbjahrestief – Bevorraten lohnt sich

Die Sommerferien stehen vor der Tür – da hat die Heizung erst einmal Pause. Für die 1,8 Millionen Hessen, die eine Ölheizung nutzen, lohnt sich aber gerade jetzt der Blick auf den Füllstand des Heizöltanks: Denn momentan sind die Heizölpreise so günstig wie zuletzt vor einem Jahr. „Aktuell zahlen Heizölkunden zwischen 53 und 55 Cent je Liter einer 3.000 Liter-Bestellung“, berichtet Hans-Jürgen Funke, Geschäftsführer des Verbands für Energiehandel Südwest-Mitte e.V. (VEH).

 

Die Heizölpreise orientieren sich vorrangig an der Entwicklung des Rohölpreises, der in den letzten Wochen sehr stark gefallen ist. Denn trotz der Förderkürzungen der OPEC liegt das Ölangebot nach wie vor oberhalb der Erwartungen. Maßgeblich verantwortlich sind dafür auch die wieder angestiegenen Fördermengen aus den USA. „Mittelfristig erwarten wir daher eine stabile Heizölpreisentwicklung zwischen 50 und 60 Cent je Liter“, so Funke.

 

Im Sommer an Heizungscheck oder Heizungstausch denken

Sparen können Verbraucher nicht nur beim Heizölkauf, sondern auch durch die Überprüfung ihres Heizsystems. Falsche Einstellungen verringern die Effizienz und kosten so bares Geld. Die Sommermonate, in denen die Heizung kaum genutzt wird, sind die richtige Zeit dafür. Ein weiterer Kostentreiber ist das Alter der Anlage. „In Hessen sind rund 510.000 Ölheizungen installiert. Die Hälfte davon ist älter als 20 Jahre und benötigt dadurch zu viel Heizöl“, erklärt Funke. Durch einen Tausch des alten Gerätes gegen eine moderne Öl-Brennwertheizung können Nutzer bis zu 30 Prozent Energie und auch Heizkosten einsparen – eine besonders kosteneffiziente Sanierungsmaßnahme. Zusätzliche Modernisierungen der Gebäudehülle, vor allem die Dämmung von Dach und Fassade, reduzieren den Wärmeverlust und steigern so ebenfalls die Effizienz des gesamten Gebäudes.

 

Moderne Öl-Brennwerttechnik für die Wärmewende

Im Rahmen der VEH-Jahrestagung und Mitgliederversammlung am 21. und 22. Juni in Fulda diskutierten Energiehändler aus Süd-, West- und Mitteldeutschland den Integrierten Klimaschutzplan Hessen sowie die bundespolitischen Energiewendepläne. VEH-Vorstand Thomas Rundel betont: „Für eine wirksame Wärmewende müssen Modernisierer die freie Wahl der für ihr Haus und Budget am besten geeigneten technischen Sanierungsoption haben. Verbote einzelner Energieträger oder Nutzungspflichten bewirken nur, dass Investitionen in die Heizung aufgeschoben werden, weil sich die Hauseigentümer diese nicht mehr leisten können.“

 

Eine beliebte Modernisierungsvariante ist die Kombination einer Öl-Brennwertheizung mit erneuerbaren Energien als Hybridheizung. „Vor allem Solarthermie wird sehr häufig mit Öl-Brennwerttechnik kombiniert. Bei entsprechender Anlagengröße wird die gesamte Warmwasserbereitung im Sommer durch Sonnenenergie gedeckt“, schildert Hans-Jürgen Funke. Durch hocheffiziente Technik, vergleichsweise geringe Investitionskosten, verlässliche Technik und die Einbindung erneuerbarer Energien durch Hybridsysteme und innovative Brennstoffe bietet das System Ölheizung heute einen einfachen Einstieg in die Wärmewende im Gebäudebestand. Vor allem in ländlichen Regionen, wo die Ölheizung am stärksten verbreitet und andere Wärmeinfrastrukturen sehr teuer sind, ist dies eine zukunftsfähige Technologie. Um diese Energieeinsparpotenziale voll auszunutzen, bedarf es weiterhin technologieoffener Förderprogramme für energietische Gebäudesanierungen.

 

Über den VEH

Der Verband für Energiehandel Südwest-Mitte e.V. (VEH) vertritt die Interessen von rund 430 vorwiegend mittelständischen Mitgliedsfirmen aus dem Brennstoff- und Mineralölhandel. Zum Verbandsgebiet gehören die Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen. Die Mitgliedsunternehmen decken rund 80 Prozent des Marktvolumens aller im Verbandsgebiet ansässigen Händler ab, dies entspricht etwa einem Drittel des gesamtdeutschen Marktes für flüssige und feste Brennstoffe. Das Produktportfolio umfasst neben dem Energieträger Heizöl auch feste Brennstoffe wie Holzpellets und Kohle, Kraftstoffe, Schmierstoffe, technische Gase und vereinzelt auch Erdgas und Strom.

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