17.05.2018

Heizölpreis schwankt auf hohem Niveau

Rückblick auf die Heizsaison 2017/2018 zeigt einen durchschnittlichen Wärmebedarf

  • Bundesweit heizen 20 Mio. Menschen mit Öl
  • Verband empfiehlt: Tagesaktuelle Preisschwankungen nutzen
  • Preis für Heizöl und Erdgas etwa gleich
  • Branche fördert Modernisierung im Programm „Besser flüssig bleiben“


Bei Temperaturen meist über 20 Grad bleibt die Heizung aus. Zeit für einen Blick auf die letzte Heizsaison: „Insgesamt haben wir einen normalen Winter beobachtet“, berichtet Hans-Jürgen Funke, Geschäftsführer des Verbandes für Energiehandel Südwest-Mitte e.V. (VEH). Der Heizbedarf war im vergleichsweise kalten September 2017 um 10 Prozent höher als 2016, pendelte sich dann aber auf einem durchschnittlichen Niveau ein. Nur Februar und März waren noch einmal durch einzelne Kältewellen geprägt. „Für eine Bewertung der Heizkosten sind neben dem Verbrauch jedoch besonders die Energiepreise ausschlaggebend. So ist der Heizölpreis seit Mitte 2017 gestiegen. Kostete ein Liter Heizöl einer 3.000-Liter-Order im Frühjahr 2017 noch ca. 60 Cent/Liter sind es aktuell rund 70 Cent“, so Funke.

 

Der Heizölpreis folgt dem internationalen Börsenpreis für Mineralöl. Die gute Konjunktur und damit stabile Nachfrage in Europa sowie die Förderkürzungen der OPEC aber auch die zusätzlichen Fördermengen durch die Fracking-Methode in den USA wirken sich auf das Angebots- und Nachfragegefüge aus. Den aktuell bestimmenden Preisimpuls setzen jedoch die USA durch die Aufkündigung des Atom-Abkommens und die Einführung von Sanktionen gegenüber dem Iran. Dadurch kommt es zu sogenannten ‚Risikoaufschlägen‘, die sich verstetigen, sollte eine Krise eintreten, oder wieder abfallen, wenn die Konflikte politisch gelöst werden. Der Iran liefert aktuell etwa fünf Prozent der weltweiten Mineralölhandelsmengen. Diese könnten durch die OPEC oder die USA zusätzlich angeboten werden, sollten entsprechende Handelssanktionen eingeführt werden.

 

„Es ist daher auch denkbar, dass sich die Preise wieder verbraucherfreundlicher entwickeln. Kurzfristig sehen wir aber eher die Tendenz, dass die Preise auf hohem Niveau schwanken. Wer also demnächst Heizöl kaufen muss, wäre gut beraten, den Heizölpreis täglich zu beobachten und kurzfristig zu bestellen“, empfiehlt Hans-Jürgen Funke.

 

25 Prozent der deutschen Bevölkerung nutzen eine Ölheizung

Aktuell versorgen bundesweit 5,6 Mio. Ölheizungen rund 20 Mio. Einwohner mit Wärme. Während diese Zahl eher stabil ist, steigt der Anteil der Gasheizungen. Holz- und Holzpelletöfen machen bisher nur einen kleinen, aber stetig wachsenden Anteil des Wärmemarktes aus. Im Vergleich* zahlen Verbraucher im Bundesdurchschnitt pro Kilowattstunde für Heizöl rund 6,01 Cent, bei Erdgas 5,9 Cent und für Pellets 4,94 Cent.

 

„Unabhängig von der Heizungsart raten wir Haubesitzern, ihre Heizung regelmäßig durch einen Fachmann prüfen zu lassen. Eine optimal eingestellte Heizung benötigt weniger Energie und schont damit Geldbeutel und Umwelt“, so Hans-Jürgen Funke. Oft können schon durch kleine Eingriffe wie einen hydraulischen Abgleich oder den Austausch der Wärmepumpe viel Energie und Kosten gespart werden. Diese Maßnahmen werden zudem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle über das Programm „Förderung der Heizungsoptimierung“ bezuschusst.

 

Branche fördert Modernisierung durch Fördermittelservice

Zusätzliche Unterstützung erhalten Eigentümer, die eine neue Öl-Brennwertheizung einbauen möchten, durch das Programm „Besser flüssig bleiben“. Das Institut für Wärme und Oeltechnik koordiniert mit der Unterstützung von Geräteherstellern einen für Verbraucher kostenlosen Fördermittelservice. Damit können Modernisierer einfach etwa 1.000 Euro Förderung für den Einbau einer neuen Öl-Brennwertheizung erhalten.

 

* Stichtag 17.04.2018; Quelle: Brennstoffspiegel

 

Diese Pressemitteilung finden Sie auch hier als Download (PDF).

Pressemitteilung zum Pressegspräch im Saarland (PDF).

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