29.05.2013

Energienews 02/2013

Moderne Heiztechnik bietet neue Perspektiven für Teilsanierungen


Die langen harten Wintermonate schlagen sich bei vielen Haushalten deutlich im Geldbeutel nieder. Für ein warmes Heim mussten Hausbesitzer auch in dieser Kälteperiode wieder tief in die Tasche greifen. Es lohnt sich, jetzt über energetische Sanierungsmaßnahmen in den eigenen vier Wänden nachzudenken. Dabei muss es jedoch nicht immer die teure Komplettsanierung sein. Teilsanierungen sind wirtschaftlicher und meist effizienter. Die neue Heiztechnik ist individuell und flexibel.   

 

Die im Mai erschienene Hauswärme-Studie von Shell und dem Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Gebäudetechnik e.V. (BDH) hat es noch einmal auf den Punkt gebracht: Sollen die politischen Ziele hinsichtlich Energieeffizienz und verminderter Treibhausgasemissionen erreicht werden, kann die Modernisierung von Heizungsanlagen einen erheblichen Beitrag leisten. Rund die Hälfte der verbrauchten Energie im Haushalt entfällt auf Raumbeheizung und Trinkwassererwärmung. Gerade für die Mehrzahl der Haushalte, die auf konventionelle fossile Brennstoffe als Energiequelle zurückgreifen, gibt es auf dem Markt inzwischen zahlreiche Angebote zur Kombination mit Erneuerbaren Energien. Spitzenreiter ist dabei nach wie vor die Öl- oder Gas-Hybrid-Heizung mit Photovoltaik-Anlage. Aber auch Wärmepumpen oder Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

„Im derzeitigen Trend wird ungefähr 1 Prozent aller Wohngebäude pro Jahr energetisch saniert“, weiß Hans-Jürgen Funke, Geschäftsführer des Verbandes für Energiehandel Südwest-Mitte e. V. (VEH). „Will man die hoch gesteckten Ziele der Energiewende erreichen, ist dies aber bei Weitem noch nicht genug.“ Als Haupthindernis für eine Sanierung sieht der VEH-Geschäftsführer den enormen Kostenfaktor für die Verbraucher. Wer energetisch sanieren will, muss bereit sein zu investieren.
 

Vorstellung der neuesten Heizlösungen auf der ISH

Die Anbieter für Heiztechnik haben inzwischen darauf reagiert. Sie bieten modulare Lösungen zur Sanierung der eigenen Heizungsanlage an, die im Einzelnen deutlich weniger kosten, aber eine große Effizienzsteigerung bedeuten können.

 

Bereits im März stellten verschiedene Hersteller ihre neuesten Modelle im Bereich der Hybridsysteme auf der ISH, der Weltleitmesse für die Erlebniswelt Bad, Gebäude-, Energie-, Klimatechnik und Erneuerbare Energien, vor. Dabei spielte auch das Thema Step-by-Step-Erneuerung von Heizungsanlagen eine große Rolle. Es wurde gezeigt, dass selbst eine energetische Teilsanierung nicht zwangsläufig mit dem Austausch des Heizkessels beginnen muss. Je nach vorhandener Technik können bei einer Investition von rund 500 Euro, z. B. für eine Hocheffizienzpumpe, bereits 10 bis 15 Prozent Energie eingespart werden. Dies gab Manfred Stather, Präsident des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), an. Damit wird eine Teilsanierung auch für den kleinen Geldbeutel erschwinglich und amortisiert sich bereits nach kurzer Zeit.

 

Auch für größere Sanierungsprojekte gibt es auf dem Markt inzwischen verschiedenste Lösungen. Sie werden individuell auf die Bedürfnisse der Hauseigentümer und die technischen Gegebenheiten von Heizung und Gebäude abgestimmt. Vor allem für die Besitzer von Ein- oder Zweifamilienhäusern bietet sich der Einsatz von Kompaktgeräten an, die die Wärmeerzeugung zum Beispiel beim Einsatz von Heizöl mit Wärmepumpen koppeln. Diese Geräte können dann modulweise mit Solarthermie weiter ergänzt werden. Den offiziellen Messekatalog zur ISH mit allen Ausstellern und Produkten finden Interessierte unter www.ish2013.com.  

 

Erster Schritt: Energieberatung

Welche energetische Sanierungsmaßnahme für den einzelnen Hausbesitzer wirtschaftlich und langfristig effizient ist, bedarf einer umfassenden Information und Beratung im Voraus. Dabei steht vor allem das örtliche SHK-Handwerk mit Rat und Tat zur Seite. Um die Qualität der Beratung abzusichern, werden die Handwerker umfangreich geschult.

 

Auch der VEH steht als Ratgeber und Experte zur Verfügung. Für einen ersten Überblick über Investitionssumme und Einsparmöglichkeiten gibt es außerdem seit Kurzem den ersten Online-Konfigurator unter www.effizienzhaus-online.de, ein Angebot der Bosch Thermotechnik GmbH.

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