25.01.2013

Energienews 01/2013

Energetische Gebäudesanierung: Wer zu lange wartet, verschenkt Einsparpotenziale und Fördergelder

 

Der Jahreswechsel ist für viele Hausbesitzer ein Anlass, über notwendige Sanierungsmaßnahmen zur Energieeinsparung am Eigenheim nachzudenken. Über den Sinn und die Wirtschaftlichkeit energetischer Sanierungsmaßnahmen an Heizungen und Gebäuden wurde in den letzten Wochen kontrovers diskutiert. Ende 2012 stellte ein Vertreter des Berliner Empirica-Instituts in einer Studie die Dringlichkeit energetischer Sanierungsmaßnahmen grundlegend in Frage. Experten des Bremer Energie Instituts und der Deutschen Energieagentur (DENA) widersprechen den Grundaussagen der Studie vehement. Damit wird die Bedeutung der energetischen Gebäudesanierung deutlich – und das ungenutzte Potenzial der Energie-Effizienz in Deutschland.

 

„Die Aussagen der Wissenschaftler des Bremer Energie Instituts und der DENA bestätigen ein weiteres Mal, wie wichtig es ist, sich schon heute für die Modernisierung der eigenen Heizungsanlage zu entscheiden“, kommentiert Hans-Jürgen Funke, Geschäftsführer des Verbandes für Energiehandel Südwest-Mitte e. V. (VEH).

 

Die Wissenschaftler widerlegen das Ergebnis der im November 2012 veröffentlichten Studie, die im Auftrag der Bausparkassen durchgeführt wurde. Darin wurde behauptet, der Sanierungsstand von älteren Ein- und Zweifamilienhäusern sei „beeindruckend gut“. Hans-Jürgen Funke dazu: „Eine solche Aussage verunsichert sanierungsinteressierte Hausbesitzer natürlich. In der Studie wurde vorgerechnet, dass sich energetische Sanierungsmaßnahmen erst in sehr großen Zeitabständen lohnen – bestenfalls innerhalb eines natürlichen Sanierungszyklusses. Das ist schlichtweg falsch und wurde nun entkräftet.“

 

Weiterführende Informationen zu der Kritik an der Empirica-Studie (Link)

 

Innovativ heizen mit Öl-Hybridsystem

In der energetischen Gebäudesanierung und insbesondere in der Modernisierung der Heizungsanlage liegt erhebliches Energiesparpotenzial. Dabei sind die Investitionen in die Aufrüstung des Heizkessels vergleichsweise gering. Hier lassen sich erwiesenermaßen jedoch langfristig die meisten Kosten sparen. Die Kombination eines modernen Öl-Brennwertkessels mit regenerativen Energien – eine soge-nannte Öl-Hybrid-Heizung – ist dabei eine clevere Lösung, die sich auszahlt.    

 

Als Basis für eine verlässliche und flexible Wärmeversorgung bietet Heizöl als Energieträger viele Vorteile, da es vom Verbraucher unabhängig gelagert und bedarfsweise genutzt werden kann. Die Öl-Brennwerttechnik ist so weit entwickelt, dass die eingebrachte Energie bis zu beinahe 100 Prozent genutzt werden kann. In Kombination mit einer Solaranlage können Hausbesitzer beispielsweise bis zu 50 Prozent Energie einsparen. „Die Kombination aus Öl und Solar ist daher eine sehr zukunftsfähige Lösung“ stellt auch Roland Weissert, Vorsitzender des Vorstandes des VEH, fest. Die Solarthermie ist bereits von großem Interesse. Diesen Fortschritt bestätigt auch das Statistische Bundesamt: So heizt bereits jeder fünfte Hausbesitzer im Neubau mit Solarenergie. Rund ein Drittel  der neuen Büroimmobilien nutzen die Vorteile von Solarwärme.

 

Neue Förderkonditionen 2013

Seit Beginn dieses Jahres – und bis 2020 – stellt die Bundesregierung jährlich zusätzliche Mittel in Höhe von 300 Millionen Euro für die Verbesserung der bestehenden Zuschussförderung zur Verfügung. Hausbesitzer, die jetzt ihr Haus energetisch sanieren, können von neuen Zuschüssen im KfW Programm „Energieeffizient Sanieren“ profitieren. Für Einzelmaßnahmen erhöhen sich die Investitionszuschüsse beispielsweise von 7,5 auf 10 Prozent der förderfähigen Kosten bei maximalem Zuschuss von 5.000 Euro.

 

Je nachdem, für welche Heizung sich Hausbesitzer entscheiden, können für verschiedene Hybridsysteme, die Solarwärmeanlagen mit einem neuen Brennwertkessel oder einer Pelletheizung kombinieren, weitere Fördergelder beantragt werden. Umfassende Informationen finden Interessenten unter http://www.kfw.de.

 

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